Camp nou-umbau sprengt barcelonas budget: kosten steigen massiv

Barcelonas schuldenberg wächst weiter: camp nou-umbau wird teurer

Die finanziellen Sorgen des FC Barcelona nehmen kein Ende. Der Umbau des legendären Camp Nou wird den Verein offenbar um 200 bis 300 Millionen Euro mehr kosten, als ursprünglich geplant. Statt der eingeplanten 960 Millionen Euro belaufen sich die Gesamtkosten nun auf voraussichtlich 1,16 bis 1,26 Milliarden Euro. Hauptgrund dafür ist die deutliche Verlängerung der Bauarbeiten.

Verspätete fertigstellung und vertragliche stolpersteine

Verspätete fertigstellung und vertragliche stolpersteine

Ursprünglich war die Rückkehr ins renovierte Camp Nou für Ende 2024 vorgesehen. Präsident Joan Laporta hatte einst angekündigt, dass die türkische Baufirma Limak für jeden zusätzlichen Bautag eine Million Euro an den Verein zahlen müsse. Doch Barcelona verzichtet nun auf die Durchsetzung dieser Forderung und trägt die Mehrkosten sowie entgangenen Einnahmen selbst.

Rückkehr ins camp nou und aktuelle kapazität

Nach rund zweieinhalb Jahren kehrte der FC Barcelona am 22. November 2025 vorübergehend ins Camp Nou zurück. Der Umbau ist aber noch lange nicht abgeschlossen. Derzeit bietet das Stadion rund 45.000 Plätze. Die Kapazität soll schrittweise auf etwa 62.000 erhöht werden.

Fertigstellung und zukünftige großveranstaltungen

Mit der Fertigstellung des Camp Nou, das dann mit 105.000 Plätzen das größte Stadion Europas sein soll, wird Ende 2026 oder Anfang 2027 gerechnet. Barcelona hat sich bereits offiziell für die Ausrichtung des Champions-League-Finals 2029 beworben und strebt auch die Durchführung des WM-Finales 2030 an.

Explodierende gesamtschulden des fc barcelona

Die zusätzlichen Baukosten treiben die Schulden des Vereins weiter in die Höhe. Im Oktober 2025 sollen diese bei 469 Millionen Euro gelegen haben – 90 Millionen Euro weniger als Ende 2024. Allerdings sind darin die Kosten für den Umbau des Camp Nou und den Bau der Sporthalle Palau Barcelona (insgesamt 1,45 Milliarden Euro, finanziert u.a. durch Goldman Sachs) nicht enthalten. Die tatsächlichen Schulden belaufen sich somit auf rund zwei Milliarden Euro.

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Als Sportexperte sehe ich, dass Barcelona trotz der finanziellen Herausforderungen alles daran setzt, wieder zu alter Stärke zu finden. Die Investitionen in das Camp Nou sind ein wichtiger Schritt in diese Richtung, auch wenn sie mit erheblichen Kosten verbunden sind. Die Ausrichtung von Großveranstaltungen wie dem Champions-League-Finale und dem WM-Finale könnte dem Verein zudem einen enormen Schub geben.