Bvb nagelt nmecha bis 2030 fest – der deal, der kovacs taktgeber retten soll

Felix Nmecha bleibt, wo er gerade erst angekommen ist. Borussia Dortmund verlängert den Vertrag des Mittelfeldstrategen vorzeitig bis 2030 – ein Machtwort des Klubs in einem Sommer, in dem Stars sonst eher Richtung Ausgang taumeln.

Der spieler, den der trainer zum halbgott erhebt

„Unser Taktgeber“, sagt Niko Kovac über den 25-Jährigen, und man spürt, dass er das Wort nicht leichtfertig gewählt hat. Seit Wochen peitscht Nmecha das Tempo der Borussia, spielt Überzahlsituationen frei, als hätte er ein zweites Paar Augen im Nacken. 22 Bundesliga-Einsätze in dieser Saison, neun von zehn Champions-League-Partien von Anfang an – Zahlen, die bei Kovac stärker gewichten als jedes Lob.

Die sportliche Leitung macht sich diese Abhängigkeit sofort zu eigen. Lars Ricken spricht von einem „zentralen Baustein“, Sebastian Kehl schwärmt von einer „Entwicklungskurve, die noch steiler nach oben zeigt“. Dahinter steckt das unterschwellige Entsetzen, dass Englands Premier League bereits Fühler ausgestreckt hatte. Nmecha besitzt die britische Staatsbürgerschaft, wurde in Manchester City großgezogen – ein Klub, der weiß, wie man Talente zurückholt.

Gehaltsprung statt premier-league-ruf

Gehaltsprung statt premier-league-ruf

Statt eines Transfers gibt es jetzt eine deutliche Gehaltserhöhung. Wer genau hochverdient, schweigen die Beteiligten, aber die Botschaft ist klar: Dortmund zahlt, um Druck abzubauen. Nmecha selbst redet das klein. „Ich spiele ziemlich gut, glaube ich“, sagt er nach dem 2:1 in Köln und lacht verschmitzt, als hätte er gerade erst begriffen, wie sehr ihm das Spiel Spaß macht.

Für Bundestrainer Julian Nagelsmann kommt die Verlängerung wie ein Geschenk. Nmecha und Pavlovic gelten als Doppelpack für die WM-Mitte – ein Duo, das noch vor einem Jahr niemand auf dem Zettel hatte. Nun sind sie Kandidaten für die Startelf, weil sie bei ihrem Klub nicht mehr wegzudenken sind.

Die Fans feiern den Deal als Seelenmassage. Nach den Abgängen von Bellingham und Guerreiro wollte niemand wieder einen Leistungsträger verlieren. Nmecha bleibt, der BVB behält Gesicht – und Kovac behält seinen Taktgeber, der in Schwarzgelb endlich angekommen ist.