Becker kritisiert dtb – rücker sucht das gespräch
Ein deutliches Wort des ehemaligen Tennisstars Boris Becker hat für Aufregung im Deutschen Tennis Bund (DTB) gesorgt. Nach scharfer Kritik am Verband und dessen Leistungssportkonzept hat die DTB-Sportvorständin Veronika Rücker nun das Gespräch mit der Tennis-Ikone gesucht – in einem Versuch, die Wogen zu glätten und zukünftige Kooperationen anzubahnen.
Die becker-attacke im podcast
Becker hatte im Podcast „Becker Petkovic“ kein gutes Bild des deutschen Tennis gezeichnet, insbesondere im Hinblick auf die aktuelle Situation im Spitzenbereich. Seine Kritik richtete sich vor allemgegen die strategischen Entscheidungen des DTB und stellte die Expertise von Rücker in Frage. „An der Verbandsspitze brauche es Menschen, die wirklich den Stallgeruch haben, die wissen, wie international trainiert wird“, forderte er, was in der Tenniswelt für ordentliches Echo sorgte.
Die Reaktion des DTB ließ nicht lange auf sich warten. Rücker betonte, dass ein Gesprächsangebot im Vorfeld des Podcasts nicht genutzt worden sei und kritisierte, dass die Bundestrainer nicht in die Diskussion eingebunden wurden. „Es wurde auf eine suboptimale Informationsbasis zurückgegriffen“, so die Sportvorständin.

Ein klärendes gespräch in münchen
Nun scheint es aber zu einer Annäherung zu kommen. In München fand ein persönliches Gespräch zwischen Rücker und Becker statt, das offenbar zu einer Klärung geführt hat. „Wir haben das geklärt und an der Stelle werden wir auch weiter im Austausch bleiben“, erklärte Rücker am Rande des ATP-Turniers am Hamburger Rothenbaum. Becker hat sich demnach bereit erklärt, das neue Leistungssportkonzept des DTB detailliert zu prüfen und Optimierungsvorschläge einzubringen.
Die Frage, ob diese Kooperation tatsächlich zu einer Verbesserung des deutschen Tennis führen kann, bleibt abzuwarten. Doch eines ist klar: Die Einbindung einer Tennislegende wie Boris Becker, die selbst so viel im internationalen Sport erlebt hat, könnte frischen Wind in die Strukturen des DTB bringen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Zusammenarbeit Früchte trägt und ob Deutschland wieder eine neue Generation von Tennisstars hervorbringen kann.
