Bayern münchen greift berater-szene an: hoeneß schärft den ton

Bayern münchen greift berater-szene an: hoeneß schärft den ton

Der FC Bayern München hat nach den zähen Verhandlungen um die Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano den Angriffsmodus aktiviert. Insbesondere Uli Hoeneß, der langjährige Präsident des Klubs, kritisiert die zunehmende Einflussnahme von Spielerberatern. Doch während Hoeneß klare Worte findet, gibt sich Max Eberl, der Sportvorstand, etwas zurückhaltender.

Hoeneß' klare ansage an die berater

Uli Hoeneß äußerte sich gegenüber BILD deutlich: „Wir werden dieses ganze Berater-Thema zur Diskussion stellen! Und wir werden es uns nicht mehr gefallen lassen, dass Berater allein bestimmen, wie es läuft.“ Diese Aussage ist eine klare Kampfansage an die gesamte Branche und signalisiert, dass der FC Bayern bereit ist, härter gegen die Interessen der Berater vorzugehen. Es geht darum, die Kontrolle über die Verhandlungen zurückzugewinnen und die eigenen Interessen stärker zu vertreten.

Eberls differenzierte sichtweise

Eberls differenzierte sichtweise

Max Eberl bestätigte im Exklusiv-Interview mit SPORT1, dass die Rolle der Berater in den letzten Jahren zugenommen habe. „Man kann schon sagen, dass die Rolle der Berater vielleicht zu groß geworden ist. […] Man muss genau abwägen und dann eben ‚Nein‘ sagen, wenn die Forderungen unverhältnismäßig sind.“ Er betont jedoch die Komplexität der Situation und zeigt Verständnis für die Interessen der Berater. Seine Position ist etwas defensiver als die von Hoeneß, was nicht überraschend ist, da er in seiner Position den direkten Kontakt zu Spielern und Beratern pflegen muss.

Unterschiedliche behandlung von beratern

Interessant ist, dass der FC Bayern die Berater nicht pauschal kritisiert, sondern durchaus Unterschiede macht. Der Vertreter von Luis Díaz wird in höchsten Tönen gelobt, was darauf hindeutet, dass faire Verhandlungen in München weiterhin möglich sind und gute Handgelder fließen können. Hoeneß scheint bewusst einen Keil zwischen die verschiedenen Berater treiben zu wollen, um diejenigen zu belohnen, die bereit sind, konstruktiv zusammenzuarbeiten.

Murren in der berater-szene

Hinter den Kulissen gibt es Kritik an dem Verhaltensweisen einiger Berater. Das Duo, das Dayot Upamecano vertritt, wird von einigen Kollegen als „wahnsinnig“ oder „gierig“ bezeichnet. Das Verhandlungs-Theater um Upamecano habe der gesamten Branche geschadet, so die einhellige Meinung. Der FC Bayern kann diese Stimmung für seine Zwecke nutzen, zumindest kurz- und mittelfristig.

Langfristige strategie und die rolle der eca

Langfristig müsste der FC Bayern jedoch auch andere Top-Klubs von einer härteren Gangart überzeugen. Angesichts der enormen finanziellen Möglichkeiten von Vereinen wie Manchester City, PSG oder Real Madrid ist dies eine große Herausforderung. Eberl selbst bezeichnet das Thema als „sehr komplex“. Eine mögliche Lösung könnte über die Klub-Vereinigung ECA laufen, in der Hoeneß und zuvor Karl-Heinz Rummenigge bereits in der Vergangenheit intensiv für eine Reform der Verhandlungspraktiken gekämpft haben.

Versäumnisse der bayern?

Im Fall Upamecano stellt sich die Frage, warum der FC Bayern nicht bereits früher ein Zeichen gesetzt und ein klares „Nein“ gesagt hat. Möglicherweise trägt der Verein selbst eine Mitschuld an dem zähen Verhandlungsmarathon. SPORT1-Informationen zufolge war man im Frühjahr 2025 bereits auf einem guten Weg zur Vertragsverlängerung, bevor die Führungsetage Bedenken äußerte und Upamecano noch nicht für ausreichend gefestigt hielt. Einige Berater werfen den Bayern vor, in der Vergangenheit keine klare Linie verfolgt und die Gegenseite nicht in die Schranken gewiesen zu haben.