Gerard moreno schreibt geschichte: 129 treffer katapultieren villarreal-ikone in die top-ten des jahrhunderts
129 Mal zappelte der Ball im Netz, 129 Mal schlug Gerard Moreno die Hände über dem Kopf zusammen. Am Freitagabend gegen Real Sociedad schoss der Katalane Villarreal früh auf die Siegesstraße – und sich selbst in ein Jahrhundert-Register.
Der treffer, der alles verändert
Mit seinem Flachschuss ins lange Eck zog Moreno nicht nur den 2:0-Erfolg seiner Gelb-Submariner auf, sondern auch die Schatten von Legenden wie Forlán, Negredo oder gar Raúl González hinter sich. 129 Liga-Tore stehen nun in seinem Reisepass, exakt so viele wie Roberto Soldado einst – nur dass Moreno sie alle für ein einziges Trikot erzielt hat.
Die Statistik ist kein trockenes Excel-Blatt, sondern ein Spiegel seiner Obsession. Seit 2018 trägt er die Kapitänsbinde, seit 2020 die Torjägerkrone des Klubs. Kein Spieler zuvor schoss häufiger für Villarreal in Spitzenkreise – und das in einer Ära, in der Messi und Cristiano die Latte auf 474 respektive 311 Treffer verzogen.

Die jagd auf die letzten giganten
Voran liegt jetzt nur noch eine handverlesene Riege: Aspas (169), Aduriz (158), Eto’o (156) und ein paar andere, die sich über Jahrzehnte in die Annalen schossen. Für einen 31-Jährigen, der seine Karriere in Segunda División startete, ist das keine Makulatur, sondern ein Lebenswerk aus Späneisen und Kniebandagen.
Die Frage lautet nicht mehr, ob er Aduriz überholen kann, sondern wann. Denn Villarreal spielt in diesem Frühjahr wie entfesselt: fünf Siege in Serie, Abstand zur Champions-League-Ränge: zwei Punkte. Moreno selbst läuft auf Hochtouern – vier Tore in den letzten drei Partien.
La Cerámica ahnt es schon: Wenn der lokale Sohn die 160 knackt, verwandelt sich die Tribüne in ein Archiv lebendiger Geschichte. Dann steht nicht nur ein Torhäufchen, sondern ein Lebenswerk über den Flutlichtern, das beweist, dass auch außerhalb Barças und Madrids Größe wächst – wenn man sich traut, sich einzuklagen gegen die Sterne.
