Gensheimer-raus? kretzschmar kritisiert löwen-entscheidung scharf!

Schock in Handball-Deutschland: Uwe Gensheimer, die Ikone der Rhein-Neckar Löwen, ist nicht länger Sportchef. Ein überraschender Schritt, der nun für heftige Diskussionen sorgt. Doch während der Verein von einer strategischen Neuausrichtung spricht, sehen andere, wie Stefan Kretzschmar, darin einen Fehler – und einen deutlichen Hinweis auf interne Probleme.

Die legende spricht klartext: „ich verstehe es nicht“

Im Dyn-Podcast „Kretzsche & Schmiso“ ließ Handball-Legende Stefan Kretzschmar (53) seine Unzufriedenheit nicht verstecken. „Ich verstehe es nicht“, gestand der ehemalige Nationalspieler offen. Er betonte, dass Gensheimer, gemeinsam mit Patrick Groetzki, das Gesicht des Vereins sei und die beiden den Verein in den kommenden Jahren prägen sollten. Dabei wies er darauf hin, dass Gensheimer seinen Job seiner Meinung nach auch gut gemacht habe.

Doch der Ärger geht tiefer. Kretzschmar äußerte Zweifel an der neuen Jobbeschreibung für Gensheimer – Internationalisierung, Scouting-Netzwerk und strategische Entwicklung. „Wie du den Job nennst, ist doch egal. Ich glaube, die Löwen wissen selber noch nicht, was sie damit vorhaben“, kritisierte er scharf. Besonders pikant: „Uwe Gensheimer ist ein Scouting-Netzwerk. Er hat in den letzten anderthalb Jahren nichts anderes gemacht. Wir sind nicht im Fußball, sondern im Handball. Das macht ein Mensch, das ist das Netzwerk, und fertig.“

Persönliche differenzen als auslöser?

Persönliche differenzen als auslöser?

Kretzschmar vermutet, dass hinter der Entscheidung mehr steckt als nur sportliche Gründe. „Der Satz, wo ich wirklich kurz aufstoßen musste, war: ‚Die Entwicklung oder die Kaderzusammenstellung ist nicht zufriedenstellend, das machen andere Vereine besser.‘ Da frage ich mich: Wer macht das denn aktuell gerade so viel besser?“, fragte er rhetorisch. Er hält Gensheimer für eine perfekte Ergänzung zu den Löwen, eine „Faust aufs Auge“.

Die Kretzschmar-These ist unmissverständlich: „Was soll das? Warum macht man sowas? Es müssen persönliche Differenzen und Konflikte sein, die da mal wieder eine Rolle spielen.“ Während Gensheimer in eine neue, ungewisse Rolle gedrängt wird, übernimmt der Trainer Maik Machulla (49) kommissarisch die sportliche Planung. Ob diese Übergangslösung den Verein vorwärtsbringt, bleibt abzuwarten. Die Frage ist: Werden die Löwen den Preis für interne Machtkämpfe nun bitter bezahlen müssen?