Genk fordert freiburg heraus: 17 tore in 10 spielen, aber die statistik spricht gegen die belgier

In der Cegeka Arena rollt heute um 21 Uhr ein Ball, der die Europa League zum Kochen bringen könnte. KRC Genk empfängt den SC Freiburg zum Hinspiel im Achtelfinale – und liefert vorab schon die erste Schrecksekunde: Die Belgischen Rot-Weißen haben in dieser Saison 17 Mal in 10 Europapokalpartien getroffen, 16 davon in den letzten sieben Spielen. Zahlen, die Julian Schuster nicht ignorieren kann.

Grifo will petersens rekord einlösen

Vincenzo Grifo reist mit frischem Selbstbewusstsein an. Sein 105. Pflichtspieltor gegen Leverkusen stellte ihn gleichauf mit Nils Petersen – und der 31-Jährige deutete an, dass er in Genk nachlegen will. „Ich spüre, dass die Laufzeit wieder passt“, sagte er nach dem 3:3 und kassierte nebenbei ein Lob von Joachim Löw, das ihn „noch einen Gang höher schalten“ ließ. Für Freiburg kommt das genau richtig: Sieben Auswärtsspiele in europäischen K.-o.-Runden, sechs Mal kein Tor. Das 4:1 in St. Gallen datiert aus dem Jahr 2001 – vor 24 Jahren.

Genk-Trainer Nicky Hayen kann dagegen auf eine Offensive bauen, die längst Signale sendet. Daan Heymans traf in jedem dritten Spiel, Zakaria El Ouahdi ist der Glücksbringer: Wenn er trifft, gewinnt Genk. Dazu die erste-Halbzeit-Statistik: In den letzten sechs Heimspielen fiel vor dem Seitenwechsel immer ein Tor, mindestens drei pro Partie insgesamt. Die Cegeka Arena verwandelt sich regelmäßig in einen Kessel, der die Gäste schon früh unter Druck setzt.

Deutsche teams hatten bisher die nase vorn

Deutsche teams hatten bisher die nase vorn

Die Historie spricht für Freiburg – zumindest auf dem Papier. Sechs der sieben bisherigen K.-o.-Duelle zwischen Bundesligisten und belgischen Vertretern endeten mit deutschem Happy End. Genks letzter Sieg gegen einen deutschen Klub liegt 27 Jahre zurück: MSV Duisburg unterlag 1998 0:5 in Limburg. Hayen war damals 16, Schuster 14 – beide kennen die Anekdote nur aus Archivbildern.

RTL überträgt live, RTL+ liefert den Stream, SPORT1 begleitet im Liveticker. Doch egal, wo man zuschaltet: Das Duell ist mehr als nur ein Ticket fürs Viertelfinale. Es ist die Frage, ob Freiburg seine Auswärtsmisere endlich ablegt oder Genk die deutsche Angst vor belgischen Fürsten wiederbelebt. Die Antwort fällt in 90 Minuten – oder später, wenn die Europa League erneut ihre Extrazeit fordert.