Gcz zieht notbremse – statistik spricht gegen den trainerwechsel

Der Grasshopper Club Zürich jagt mit Gernot Messner den Befreiungsschlag. Doch die Zahlen sind gnadenlos: Fünf Trainerwechsel, kein einziger Erfolg.

Die not-tabelle lügt nicht

11 Spiele, 7 Punkte, -9 Tore. Die Hoppers stehen in der Jahrestabelle 2026 auf dem vorletzten Platz, nur durch den Stadtrivalen vom FCZ vor dem Abstiegsstrich gerettet. Nach dem 1:5 in Luzern flog Gerald Scheiblehner raus, Messner übernimmt.

Die Rechnung der Verantwortlichen: neues Gesicht, neue Energie, neue Punkte. Die Realität: kein Trainerwechsel in dieser Saison hat bisher die Kurve gekriegt. Basel, YB, Winterthur, Servette, Zürich – alle tauschten den Coach, alle blieben auf der Strecke.

Lichtsteiner und co. bleiben hinter den erwartungen

Lichtsteiner und co. bleiben hinter den erwartungen

Stephan Lichtsteiner bringt beim FCB 1,44 Zähler pro Spiel, Vorgänger Ludovic Magnin holte 1,71. Gerardo Seoane kommt beim BSC YB auf 1,42 Punkte, Giorgio Contini hatte 1,81. Selbst Patrick Rahmen verbessert den Winterthurer Schnitt nur auf 0,81 – Uli Forte kam langfristig auf 1,0.

Die Botschaft ist klar: wer den Trainer feuert, muss mit dem nächsten Abstiegsplatz rechnen. GCZ-Präsident Severin Rüegg würfelt mit offenen Karten: entweder Messner schafft den ersten positiven Wechsel der Saison – oder der Traditionsklub rutscht erstmals in die Challenge League.

Die Zeit drängt. Noch acht Partien bis Saisonende, der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt bereits fünf Punkte. Und während in Thun der Meister schon gebührend gefeiert wird, droht dem GCZ das historische Debakel. Der letzte Strohhalm heißt Gernot Messner. Die Statistik sagt: Glückwunsch, ihr habt euch gerade selbst erhöht.