Gasperini: roma-zukunft hängt nicht von champions-ziel ab!
Rom – Gian Piero Gasperini, der Coach von AS Rom, hat in einer überraschend offenen Konferenz vor dem Spiel gegen Pisa Klarheit geschaffen. Nicht die Champions League, sondern die Leistung seiner Mannschaft stehen für ihn im Vordergrund. Ein Statement, das in der Fußballwelt für Aufsehen sorgt.

Die roma blickt nach vorne – gasperini setzt auf kontinuität
Gasperini betonte, dass die Champions League kein Ziel sei, das ihm von der Vereinsführung vorgegeben wurde. Vielmehr habe sich seine Mannschaft dieses Ziel selbst gesetzt. Er wisse, dass er viel diesen Jungs verdanke, die eine großartige Saison gespielt hätten. Er wolle die Saison mit ihnen zu einem positiven Ende bringen, unabhängig davon, ob sie die Qualifikation für die Königsklasse schaffen oder nicht. Die Wertschätzung für seine Spieler ist offensichtlich und signalisiert eine starke Bindung.
Der Trainer machte deutlich, dass er sich im Moment nicht mit der Zukunft beschäftigen wolle. Das enttäuschende zweite Spiel in Mailand dürfe sich nicht wiederholen – ein „Crollo di umore“, wie er es nannte. Die Mannschaft müsse eine klare „Conscience“ für ihre harte Arbeit und ihre Leistungen haben. Trotz des drohenden Rückzugs von Pisa, warnte er davor, das Spiel zu unterschätzen.
Die Personalie: Gasperini sprach auch über die auslaufenden Verträge einiger Spieler. Die Situation sei ihm bekannt, aber er wolle sich im Moment nicht darum kümmern. Er betonte, dass er auf die Seriosität seiner Spieler vertraue und abwarten wolle, wie sich die Situation entwickelt. Die Frage der Verpflichtungen für die neue Saison sei ebenfalls noch offen. „Bevor man sich von dem trennt, was man hat, muss man wissen, was man hinzukauft“, so Gasperini.
Die Roma hat in den letzten zwei Jahren 30 Spieler verpflichtet, von denen jedoch nur 4-5 aktuell im Einsatz sind. Gasperini plädiert für eine gezieltere Strategie, mit der er sich auf weniger, dafür qualitativ hochwertigere Spieler konzentrieren möchte. Er sieht das „Target Malen-Wesley“ als ideal an, betont aber, dass es nicht einfach sei, solche Spieler zu finden. Ein Transferfenster mit wenigen, dafür passenden Neuzugängen sei seiner Meinung nach effektiver als eine Flut von neuen Spielern.
Gasperini schloss mit einem humorvollen Kommentar ab: „Ich habe heute versucht, so klar wie möglich zu sein, damit man mich für die nächsten sieben Spiele in Ruhe lässt.“ Eine klare Ansage, die zeigt, dass er sich voll und ganz auf das bevorstehende Spiel gegen Pisa konzentriert.
