Gaspart packt aus: pikante details zu streit mit real madrid!
Barcelona – Der ehemalige Präsident des FC Barcelona, Joan Gaspart, hat in einem TV-Interview explosive Details über seine Zeit im Amt und die angespannte Beziehung zum Erzrivalen Real Madridenthüllt. Sein Auftritt im Programm „No s'ha parlat prou“ auf TVE sorgte für Gesprächsstoff und ließ alte Wunden aufbrechen.
Ein florentino, der polarisiert: der ehemalige präsident schlägt hart zu
Gaspart ließ keine guten Worte für seinen ehemaligen Berufskollegen Florentino Pérez finden. „Im privaten Bereich ist er ein netter Kerl. Im beruflichen, ein Genie. Aber im sportlichen Sinne ist er ein Betrüger“, teilte er unmissverständlich mit. Diese offene Kritik, die Gaspart sich oft nicht verkneifen kann, dürfte in Madrid für Unmut sorgen.
Die Geschichte des „Persona non grata“ im Estadio Santiago Bernabéu ist ebenfalls eng mit Pérez verbunden. Gaspart hatte sich öffentlich über die mangelnde weibliche Präsenz in der VIP-Lounge geäußert und seinen Kommentar mit dem verunglimpfenden Satz „Die einzige Frau dort war die der Toiletten“ untermauert. Ein Fehler, der ihm teuer zu stehen kam.
„Nur wenige Stunden später erhielt ich einen Anruf von Florentino“, erinnert sich Gaspart. „Er sagte, die Frauen der Direktoren hätten ihre Ehemänner gewarnt: Wenn ich wieder ins Stadion komme, gibt es kein Abendessen.“ Dieser Vorfall mündete in ein formelles Schreiben des Real Madrid, das Gaspart bis heute als eine Art „Diplom“ in seinem Haus aufbewahrt.

Figos wechsel: ein deal, der das barça-stadion in aufruhr versetzte
Doch damit nicht genug. Gaspart schilderte auch den damaligen Transfer von Luis Figo zum Erzrivalen. „In der Nacht, als ich zum Präsidenten gewählt wurde, rief mich Figo an und sagte, sein Berater habe eine Klausel unterzeichnet, die ihn verpflichte, zu Real Madrid zu wechseln, wenn nicht 500 Millionen Pesetas gezahlt würden“, so Gaspart. Er lehnte einen Bankbürgen ab – eine Entscheidung, die er bis heute nicht bereut. „Stellt euch vor, ich hätte den Bürgen gegeben und er hätte verloren. Dann würde ich heute nicht hier sitzen! Die Barça-Mitglieder hätten mich gejagt, weil ich angeblich die Ablöse für Madrid bezahlt hätte.“
Ein offenes Buch: Gaspart, der sich sichtlich nicht scheute, seine Meinung zu äußern, lieferte ein faszinierendes Bild der damaligen Zeit und offenbarte Details, die lange im Verborgenen lagen. Seine Aussagen werfen ein neues Licht auf die Rivalität zwischen Barcelona und Real Madrid und zeigen, wie persönlich und emotional diese Fehde einst war. Der ehemalige Barça-Präsident hat mit seiner Ehrlichkeit und Direktheit einmal mehr bewiesen, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt – und damit für zusätzliche Schlagzeilen gesorgt.
