Gasly holt podestplatz aus der hand der fia – alpine feiert, hadjar verliert!
Monaco – Ein Urteil, das für Gesprächsstoff sorgt: Pierre Gasly und sein Alpine-Team können am grünen Tisch den dritten Platz beim Grand Prix von Monaco feiern. Nach einem Einspruch des Rennstalls haben die FIA die gegen den Franzosen verhängten Strafen aufgehoben, was eine überraschende Wendung im Rennen bedeutet.
Die details des einspruchs: messfehler und ungleichbehandlung
Fünf Tage nach dem Rennen gab der Weltverband bekannt, dass die Strafen für Gasly, der ursprünglich wegen zu schnellen Fahrens in der Boxengasse bestraft worden war, zurückgenommen werden. Interessant ist, dass Gasly nicht der Einzige war, der gegen die Geschwindigkeitsbegrenzung verstoßen hatte – insgesamt fünf Fahrer überschritten die erlaubten 60 km/h um 0,1 km/h. Die FIA räumte nun Messfehler ein, was Gasly in die Lage brachte, seinen verdienten Platz auf dem Podium zu beanspruchen.
Doch hier kommt der Beigeschmack ins Spiel: Während Alpine von der Kulanz profitieren konnte, da die Strafen erst nach dem Rennen verhängt wurden, saßen andere Teams bei Einspruchsversuchen auf Granit. Die FIA räumt ein, dass dies zu einer „bedauerlichen Beeinträchtigung der Rennstrategien und damit des Rennergebnisses“ für einige Piloten geführt hat. „Es werden zweifellos Fragen bleiben, ob diese Verstöße tatsächlich vorlagen“, so die offizielle Stellungnahme.

Hadjar verpasst podium, alpine festigt position
Isack Hadjar, der eigentlich den zweiten Podiumsplatz einnehmen sollte, muss diesen nun an Gasly abgeben. Für Alpine ist es der erste Podestplatz seit November 2024, ein willkommener Erfolg für den Stollen um Teamchef Flavio Briatore. Gasly klettert in der Fahrerwertung von Rang zehn auf Rang acht, während Alpine den fünften Platz in der Teamwertung weiter gefestigt hat.
Die Entscheidung der FIA wirft allerdings ein schlechtes Licht auf die Konsistenz der Strafvergabe. Während Alpine von einer glücklichen Fügung profitieren konnte, wurden andere Teams benachteiligt. Die Frage, ob eine nachträgliche Strafe wirklich gerechtfertigt war, bleibt offen.
Das neue Ergebnis ist vorerst gültig, vorbehaltlich möglicher Rechtsmittel. Gasly kann nun seinen sechsten Podestplatz in seiner Karriere feiern – ein Erfolg, der durch die Entscheidungen der FIA zusätzlich in den Fokus gerückt ist. Die Diskrepanz in der Strafvergabe zeigt, dass die FIA ihre Richtlinien hinsichtlich der Messgenauigkeit und der nachträglichen Strafvergabe dringend überprüfen muss, um die Glaubwürdigkeit des Rennsports zu wahren.
