Gary woodland siegt nach tumor-op: „heute war ein guter tag“
Gary Woodland hat die Houston Open mit fünf Schlägen Vorsprung gewonnen – drei Jahre nach seiner Gehirn-Operation und einem Kampf gegen Angstzustände und PTBS. Der 41-Jährige nahm 1,78 Millionen Dollar ein und brach bei den Siegesumarmungen in Tränen aus.
Der ehemalige US-Open-Champion war 2023 wegen eines Tumors am Kopf operiert worden. Die Nachwirkungen: Panikattacken, Schlaflosigkeit, ein Körper, der sich gegen ihn stellte. Anfang 2024 kehrte er zurück, doch die posttraumatische Belastungsstörung blieb. Er sprach erst vor wenigen Wochen offen darüber.

Memorial park feiert seinen comeback-könig
Die Kulisse im Memorial Park Golf Course explodierte, als Woodland auf der 18. das letzte Putt versenkte. „Gary, Gary“-Rufe gellten über fairway.tv und social Media. Seine Frau Gabby ging alle 18 Löcher mit – Schlag für Schlag, Schritt für Schritt. Selbst Konkurrenten wie Nicolai Hojgaard und Vorjahressieger Min Woo Lee wichen zurück, ließen ihm die Bühne.
Woodland selbst brach das Tabu, das Profisportler umgibt: Er zeigte Schwäche und machte daraus Stärke. „Jeder kämpft mit irgendetwas“, sagte er mit zitternder Stimme. „Wenn einer da draußen ist und denkt, er ist allein – schaut mich an. Ich habe nicht aufgegeben. Kämpft weiter.“
Das war kein normales Turnier. Die Leaderboard-Zahlen – 267 Schläge, 21 unter Par – sagen nur die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte steckt in den 35 Meter Putt auf Bahn 15, dem Birdie, das ihm die Führung sicherte, und in den 1.000 Stunden Therapie, die keiner gesehen hat.
Die PGA-Tour verzeichnete mit 2,3 Millionen Views auf Twitter innerhalb von zwei Stunden einen viralen Hit. Die Kommentarspalten füllten sich mit Geschichten von Fans, die selbst gegen Krebs, Depressionen oder Angst kämpfen. Woodland antwortete persönlich auf einige Posts – mit einem einfachen „Keep fighting“.
Sein letzter Sieg lag fünf Jahre zurück, Pebble Beach 2019. Damals ging es um Major-Ruhm. Diesmal ging ums Überleben. Der Preis ist nicht nur das dicke Check, sondern die Lizenz, wieder vom Golf zu leben – und nicht mehr von der Angst.
