Vandevoordt-patzer kostet leipzig den cl-anschluss

Stuttgart – In der 57. Minute war das Spiel plötzlich gelaufen. Ein verunglückter Abstoß von Maarten Vandevoordt landet bei Deniz Undav, der mit dem ersten Kontakt RB Leipzig den CL-Traum beschädigt. Das 0:1 bleibt bis zum Abpfiff, und Leipzig rutscht auf Rang fünf – drei Zähler hinter dem VfB.

Die Statistik lügt nicht: Die Sachsen treffen dreimal Aluminium, besitzen 67 % Ballbesitz, verpassen aber die nötige Schärfe. Ole Werner wechselt früh, doch die Doppelsechs mit Kampl und Haidara wirkt ideenlos. Stuttgart dagegen spielt die Szene genau so, wie Sebastian Hoeneß es sich vorstellt: kompakt, schnell umschaltend, effizient.

Undav nutzt die einzige großchance

Die VfB-Führung fällt aus dem Nichts. Vandevoordt will kurz ausspielen, doch der Ball prallt gegen Undavs Schienbein und kullert ins Tor. Die Arena erbebt, Leipzig ist geschockt. Ridle Baku klatscht wutentbrannt gegen die Latte, später trifft Sesko nur den Pfosten – das Aluminium wird zum zweiten Gegner.

Die Szene des Abends bleibt trotzdem der Keeper-Patzer. Vandevoordt, erst 22, kassiert sein drittes Gegentor in vier Partien. Die Frage nach der Nummer eins wird lauter, auch wenn Werner nach dem Spiel betont, „Maarten bleibt unser Mann“.

Stuttgart rückt ran, leipzig droht das aus

Stuttgart rückt ran, leipzig droht das aus

Mit dem Sieg springt der VfB auf Platz drei und hat die Champions-League-Ränge fest im Blick. Für Leipzig wird der Druck größer: Noch vier Spiele, zwei Punkte Rückstand – und dann Dortmund sowie Bayern im Programm. Die Saison neigt sich dem Ende zu, der Zeitpunkt für einen solchen Ausrutscher war perfekt unperfekt.

Am Cannstatter Wasen feiert Stuttgart den dritten Heimsieg in Folge. Hoeneß’ System funktioniert: hohes Pressing, variable Umschaltmomente, Undav als mobile Spitze. Leipzig dagegen muss umdenken: Ballbesitz allein reicht nicht, wenn die Ideen fehlen und das Tor sich verschließt.

Die Meisterschaft ist längst weg, jetzt droht auch die Königsklasse. Leipzig hat 72 Stunden, um die Köpfe zu verladern – dann kommt Leverkusen. Stuttgart reist mit Rückenwind nach Bremen. Die Tabelle lügt nie, und sie spricht gerade ein klares Wort: Wer in der Rückrunde patzt, landet am Ende außerhalb des Rampenlichts.