Rb leipzig: odebrecht plant die weichen für champions league-ambitionen

Leipzig – Nach einer enttäuschenden Saison steht RB Leipzig vor einem personellen Umbruch im Frauenfußball. Leiterin Viola Odebrecht setzt auf junge Talente und eine neue Führungspersönlichkeit, um den Traum von der Champions League neu zu entfachen. Der Blick nach vorne ist trotz der sportlichen Misserfolge klar auf die Zukunft gerichtet.

Die bilanz der vergangenen saison: zwischen anspruch und realität

Die Erwartungen waren hoch, die Realität aber enttäuschend. RB Leipzig verpasste das Ziel, zu den Top-Sechs der Frauen-Bundesliga zu gehören. "Es war eine durchwachsene Saison. Wir haben die sportlichen Ziele verfehlt," räumt Odebrecht offen ein. Die Saison hinterlässt Spuren, doch die Verantwortlichen wollen daraus lernen und neu angreifen.

Gleich sieben Spielerinnen verlassen den Verein: Giovanna Hoffmann, Luca Graf, Lina von Schrader, Kyra Spitzner, Rudy Grunenberg, Victoria Krug und Marlene Müller. Ein schmerzlicher Abschied, aber notwendig, um den Kader zu verjüngen und neue Impulse zu setzen. „Uns fehlt an der ein oder anderen Stelle die Erfahrung“, so Odebrecht, und genau das soll nun behoben werden.

Junge talente und neue führungspersönlichkeiten

Junge talente und neue führungspersönlichkeiten

Die Suche nach neuen Spielerinnen ist bereits in vollem Gange. Odebrecht betont, dass es wichtig ist, Spielerinnen zu finden, die den Ehrgeiz haben, Champions League zu spielen. Das ist die Herausforderung, denn Leipzig kann potenziellen Neuzugängen derzeit keinen europäischen Wettbewerb bieten. Doch das soll nicht den Blick auf die Zukunft trüben.

Trainer Jonas Stephan wird weiterhin das Ruder führen. Seine Arbeit wird von Odebrecht ausdrücklich gelobt. „Mit seiner Arbeit sind wir sehr zufrieden,“ sagt sie. Neben der sportlichen Führung setzt Odebrecht auch auf junge Talente im Kader. Delice Boboy, beispielsweise, hat in der Rückrunde deutlich an Selbstvertrauen gewonnen und wichtige Tore erzielt. Auch Lisa Baum und Nikoline Dudek sollen in Zukunft mehr Verantwortung übernehmen.

Odebrecht’s Verlängerung ihres Vertrages bis 2030 unterstreicht den langfristigen Ansatz des Clubs. „Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen“, betont sie. Der Neustart ist geglückt, die Weichen für die Zukunft sind gestellt. RB Leipzig setzt auf eine Mischung aus Erfahrung und jugendlichem Eifer, um in den kommenden Jahren wieder an die Spitze des deutschen Frauenfußballs zu fahren.

Die Saison 2026/2027 verspricht daher spannend zu werden. Mit einem verjüngten Kader und einem klaren Ziel vor Augen will RB Leipzig die Liga herausfordern und den Traum von der Champions League wieder in greifbare Nähe rücken. Die Konzentration liegt nun darauf, eine Mannschaft zu formen, die nicht nur sportlich überzeugt, sondern auch den Teamgeist und die Leidenschaft verkörpert, die den Sport so besonders machen.