Leipzig zittert vor sechs-punkte-kracher gegen hoffenheim
Flutlicht, März, Krisenmodus: RB Leipzig darf sich Freitagabend keinen Ausrutscher gegen die TSG Hoffenheim leisten, sonst droht der Blick auf die Champions League zu vernebeln. Nach dem 1:3 in Stuttgart liegt die Sachsen-Elf nur noch drei Punkte vor dem Tabellendritten – und genau dieser kommt nun in die Arena, wo seit Wochen die Torgefahr verloren gegangen ist.
Ole werner hadert mit der fehlenden „salz in der suppe“
Der 37-jährige Trainer spricht offen über „einfach ärgerliche“ Versiegensserien. Die Statistik bescheinigt Leipzig Topwerte bei Großchancen, Torschüssen und sogar Pfostentreffern – nur eben nicht bei Toren. „Wir haben alles, nur das runde Leder nicht im Netz“, sagt Werner und wirbt trotzdem für Geduld mit den jungen Stürmern Romulo, Bakayoko und Harder. „Die Jungs besitzen Weltklasse-Potenzial, müssen aber erst Weltklasse-Tore schießen.“
Christian Ilzer, der österreichische Hoffenheimer Coach, schickt indes seine Mannschaft mit Selbstvertrauen ins Leipziger Kessel. „RB ist individuell besser, aber wir haben nichts zu verlieren“, sagt er. In der Tat: Die Kraichgauer gewannen erst zwei der letzten fünf Partien, liegen aber dennoch vorerst sicher auf Champions-League-Kurs.

Die rechnung ist denkbar einfach
Bei einem Sieg schiebt sich Leipzig auf Rang drei vorbei, bei einer Niederlage droht bereits ein Sechs-Punkte-Rückstand – falls VfB Stuttgart in Augsburg gewinnt. „Die Weichen werden gestellt“, spart Werner an Dramatik nicht. Die Fans erinnern sich gern an die 3:0-Gala vom Hinspiel, doch die Zahlen der Auswärtsbilanz sprechen eine andere Sprache: erst ein Sieg in elf Gastspielen bei RB.
Der Countdown läuft. Mit jedem vergebenen Abschluss wächst der Druck, mit jedem Gegentor die Angst, die europäische Musik könnte schon vor dem Sommer verstummen. Leipzig muss treffen – oder trauern.
