García plaza steht vor sevilla-debüt: oster-spektakel im tartiere wird zur existenzfrage

Luis García Plaza betritt am Sonntag, 5. April, 18.30 Uhr, das Carlos Tartiere – und wird sofort in ein Meer aus Nebel gestoßen. Sein Debüt als Sevilla-Coach ist keine harmlose Premiere, sondern Finale Nummer eins von neun. Drei Punkte trennen den Klub vom Abstieg. Die Uhr tickt lauter als die Hymne der Europa League.

Sevillas trainerkarussell dreht sich achtmal in 42 monaten

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Seit Oktober 2022 wechselte der Andalusier acht Mal den Übungsleiter. Julen Lopetegui ging, Jorge Sampaoli kam – und verlor gegen Real Madrid. José Luis Mendilibar rettete den Klassenerhalt plus Pokal. Diego Alonso blieb 67 Tage, Quique Sánchez Flores feierte mit 0:3 in Granada einen Start nach Maß. García Pimienta folgte, dann Joaquín Caparrós für die letzten Atemzüge der Vorsaison. Nun García Plaza – Nummer neun.

Der Madrileño kennt Real Oviedo. Zweimal 20/21 mit Mallorca (2:2, 0:0), einmal Sieg, einmal Niederlage mit Alavés 22/23. Die Bilanz: vier Partien, kein Trauma. Doch das Sevilla-Trikot wiegt schwerer als Statistiken. Die Mannschaft schwankt zwischen Selbstzweifel und Überlebenswillen.

Erfolgstrainer Mendilibar startete mit 0:2 in Cádiz – und endete mit dem Pokal im Koffer. Sánchez Flores schoss drei Tore in Granada. Beide lieferten sofort Punkte. García Plaza muss diesem Muster folgen, will er den Bogen aus Krisen- und Fast-Abstiegskampf nicht endgültig platzen lassen.

Das Tartiere wird nicht lauter als die Analysebögen im Büro. Ein Sieg gegen Oviedo würde die Angreifer beruhigen, die Abwehr stabilisieren und den Vorsprung auf Platz 18 auf sechs Punkte erhöhen. Eine Niederlage würde das Klub-Idyll in ein Erdbeben verwandeln – und García Plaza zur nächsten Fußnote in Sevillas wahnwitziger Trainerchronik machen.

Die neun Finalspiele beginnen mit einem Oster-Sonntag, der keine Auferstehung verspricht, sondern schlicht das Weiterleben. Wer im Nervión überlebt, schreibt Geschichte. Wer verliert, verschwindet im Archiv.