Fußball-wm: kolumbianischer torwart setzt auf fußwäsche – damit glaubt er an den sieg!
Miami – Fußball, Glaube und Aberglaube – eine explosive Mischung, die in Miami für Gesprächsstoff sorgt. Torwart Camilo Vargas steht kurz vor seinem Duell gegen Cristiano Ronaldo und vertraut auf eine ungewöhnliche Methode, um die Daumen zu drücken: der Fußwäsche durch seine Schwiegermutter. Kann Sandra Merino, die selbsternannte „Mama der Fußballer“, dem kolumbianischen Team tatsächlich zum Erfolg verhelfen?

Ein dramatischer wendepunkt: vom abstieg zum titelgewinn
Die Geschichte ist so unglaublich, dass sie fast schon wie ein Märchen klingt. 2012 spielte Vargas für Independiente Santa Fe, ein Verein, der seit 1975 auf einen Titel verzichtete. Die Situation schien aussichtslos. Doch dann trat Sandra Merino, eine gläubige Christin, auf den Plan. Sie behauptete, das Team sei von schwarzer Magie befallen und schlug eine radikale Lösung vor: die Fußwäsche der Spieler.
Zunächst wurde Merino mit Skepsis begegnet. Doch nachdem sie tatsächlich alle Spieler der Mannschaft die Füße gewaschen und sie aufgefordert hatte, barfuß ins Feld zu gehen, geschah das Unglaubliche: Independiente Santa Fe gewann die Meisterschaft. Ein Zufall? Viele in Kolumbien waren sich nicht so sicher. Das Gerücht verbreitete sich wie ein Lauffeuer, und Merino wurde zur mysteriösen Heldin des Fußballs.
Die „Mama der Fußballer“, wie sie sich selbst nennt, behauptet nun, von 60 Fußballspielern unterstützt zu werden und ihnen in verschiedener Weise zu helfen. „Ich bin ein Werkzeug Gottes und lasse mich von ihm führen“, erklärte sie kürzlich. Sie sieht sich selbst als Vermittlerin zwischen dem Team und höheren Mächten und warnt vor den Gefahren von okkulten Praktiken.
Auf ihrem Instagram-Profil teilt Merino regelmäßig Videos, die Vargas unterstützen. Ihre Bio ist Programm: „Ich liebe es, das geliebte Wort Gottes zu lehren und Fußballer zu führen.“ Es bleibt abzuwarten, ob ihre spirituelle Führung Vargas und die kolumbianische Nationalmannschaft im entscheidenden Duell gegen Portugal unterstützen kann.
Für Vargas ist dieses Turnier eine Art späte Blütezeit. Mit 34 Jahren ist er Nationaltorwart geworden, nachdem er zuvor für andere Dinge bekannt war. Im Vergleich zu Ronaldo, der mit 37 Jahren noch immer eine Weltklasse-Leistung erbringt, ist Vargas der Jüngere. Doch vielleicht ist es ja gerade der Glaube und die Fußwäsche, die ihm den entscheidenden Vorteil verschaffen.
Die kolumbianische Mannschaft hat in den ersten beiden Spielen überzeugt und steht vor dem Einzug ins Achtelfinale. Sollte es gelingen, gegen Portugal einen Sieg oder Unentschieden zu erreichen, winkt die Chance auf ein vermeintlich einfacheres Los. Ob Vargas dann wieder barfuß ins Feld tritt, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Er wird mit dem Glauben und der Unterstützung seiner „Mama der Fußballer“ im Rücken spielen.
Die Frage ist: Kann ein bisschen Spiritualität im Fußball Wunder wirken? Und wird Sandra Merinos Glaube für Kolumbien zum Schlüssel zum Achtelfinale?
