Türkischer fußball-chaos: proteste, schiedsrichter-skandal und fifa-eingriff!
Los Angeles – Die türkische Nationalmannschaft ist in den USA angekommen, und was für ein Empfang! Nach dem bereits frühzeitigen Ausscheiden aus dem Turnier herrscht kollektives Unmutstimmung. Die Reise nach Los Angeles verlief alles andere als reibungslos, geprägt von wütenden Fans, internen Querelen und einem bizarren Vorfall, der nun sogar die Fifa auf den Plan ruft.
Montella unter beschuss: die fans haben die nase voll
Schon beim Verlassen des Flughafens wurden die türkischen Spieler und ihr Trainer Vincenzo Montella von einer aufgebrachten Menge empfangen. “Montella go home!”, “Schämt euch!” und “Zurück ins Land!” waren die lautesten Rufe, die den Tross begleiteten. Der Präsident des türkischen Fußballverbands, Ibrahim Haciosmanoglu, versuchte, die Situation zu beschwichtigen: “Unser einziger Trost ist, dass wir diese Menschen enttäuscht haben. Sie sind aus aller Welt gekommen, um uns zu unterstützen, und das tut uns weh. Wir entschuldigen uns bei unseren Fans.” Ein schwacher Trost, angesichts der deutlichen Zeichen des inneren Zwistes innerhalb des Teams.

Der schiedsrichter-fauxpas und das verschwundene uhren-chaos
Doch die Proteste sind nur die Spitze des Eisbergs. Im Fokus steht weiterhin das umstrittene Spiel gegen Paraguay, in dem die Türkei eine bittere Niederlage einstecken musste. Im Zentrum der Kritik steht der Schiedsrichter Ivan Barton, der bereits für die umstrittene Rote Karte gegen Almiron in der Kritik stand. Ein weiterer, noch unglaublicherer Vorfall wurde nun ans Licht gebracht: Der paraguayische Mittelfeldspieler Matias Galarza soll im Verlauf des Spiels die vom Schiedsrichter verlorene, teure Smartwatch aufgesammelt und sogar kurzzeitig getragen haben! Das Video des Vorfalls ging viral und löste in der Türkei einen Sturm der Entrüstung aus. Viele bemängeln, dass Galarza zu diesem Zeitpunkt bereits verwarnt war und der Schiedsrichter, abgelenkt durch die Suche nach seiner Uhr, die Situation nicht korrekt bewertete.

Die fifa-eingabe: ein verzweifelter versuch
Das Türkische Fußballverbund hat nun einen überraschenden Schritt unternommen: Laut türkischen Medienberichten hat der Verband in aller Stille Kontakt mit der Fifa aufgenommen, um eine Wiederholung des Spiels zu erwirken! Haciosmanoglu soll die Initiative persönlich vorangetrieben haben, mit den Worten: “Auch wenn es nur eine Chance von einem Prozent gibt, müssen wir es versuchen. Wir müssen unsere Rechte verteidigen!” Die Fifa wies den Antrag jedoch ab, da man die Integrität des Spiels nicht in Frage stellen könne. Ein zweites Zeitsystem des Schiedsrichters soll diesen Vorfall hinfällig machen.
Die Situation in der türkischen Nationalmannschaft ist desaströs. Die Spieler sind demoralisiert, die Fans wütend und der Verband scheint an einem Punkt angelangt zu sein, an dem alles versucht wird, um den Imageschaden zu begrenzen. Ob Vincenzo Montella seinen Job behält, bleibt abzuwarten – die nächste Aufgabe bei der EM 2026 wird eine Zerreißprobe.
