Fußball-wm 2026: klimarecord in sicht – wird zum umwelt-desaster?
Die kommende Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika droht, einen traurigen Rekord aufzustellen: Sie könnte die umweltschädlichste Sportveranstaltung der Geschichte werden. Während andere Großereignisse ihren ökologischen Fußabdruck verringern, sieht es bei der FIFA-WM düster aus – und das trotz aller Beteuerungen um Nachhaltigkeit.
Die schmutzige wahrheit hinter dem mega-event
Laut einer aktuellen Studie der Universität Lausanne (Unil) wird das Turnier, das erstmals mit 48 Mannschaften in drei Ländern ausgetragen wird, zwischen fünf und neun Millionen Tonnen CO2 ausstoßen. Das ist ein astronomischer Wert, der die bisherigen Weltmeisterschaften und sogar die Olympischen Spiele in den Schatten stellt. Allein die Spiele in Paris 2024 verursachten „nur“ rund 1,75 Millionen Tonnen.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die WM 2018 in Russland verursachte 2,17 Millionen Tonnen, die WM 2022 in Katar 3,17 Millionen Tonnen. Katar, das für seine kurzfristig errichteten und klimatisierten Stadien kritisiert wurde, wird von dieser neuen Messlatte noch übertroffen. Der Hauptgrund für die massive Umweltbelastung liegt in den enormen Distanzen zwischen den Spielorten. Ein einzelflug zwischen Miami und Vancouver, beispielsweise, ist ein Schlag ins Gesicht aller Klimaschutzbemühungen.
Ein Spiel, ein Klima-Desaster: Die Organisation „Scientists for Global Responsibility“ schätzt, dass ein einziges Spiel in der Endrunde der Männer-WM zwischen 44.000 und 72.000 Tonnen CO2 freisetzt – das entspricht den jährlichen Emissionen von 31.500 bis 51.500 britischen Autos. Die FIFA setzt auf mehr als fünf Millionen Fans, die das Turnier besuchen werden – eine Zahl, die die CO2-Bilanz weiter in den Himmel treibt.

Die wm 2030: eine globale reise der umweltzerstörung
Und das ist erst der Anfang. Die Weltmeisterschaft 2030 wird sich über sechs Länder und drei Kontinente erstrecken, beginnend mit drei Vorrundenspielen in Argentinien, Uruguay und Paraguay, bevor sie nach Marokko, Spanien und Portugal wechselt. Diese globale Verteilung garantiert einen noch höheren CO2-Ausstoß durch den massiven Anstieg des Flugverkehrs. Es ist eine bittere Ironie, dass das größte Sportereignis der Welt gleichzeitig zu einem der größten Umweltverursacher wird.
Die FIFA muss dringend handeln, um den ökologischen Schaden zu begrenzen. Sonst wird die WM nicht nur ein Fest des Fußballs, sondern auch ein Mahnmal für die Zerstörung unseres Planeten.
