Fußball-chaos in berlin: steglitz gb ii – das team, das den spaß am sport rettet!
Berlin, 26. Mai 2026 – In der Kreisliga C erlebt der Berliner Fußball gerade eine Saison, die so kurios wie amüsant ist. Während andere Teams um den Aufstieg kämpfen, kämpft Steglitz GB II ums Überleben – und verliert dabei fast jede Partie. Aber was diese Mannschaft so besonders macht, ist ihr unerschütterlicher Optimismus und der Spaß am Spiel, selbst wenn das Ergebnis auf der Anzeigetafel ein Debakel verkündet.

Ein torverhältnis, das schockiert – und doch begeistert
Die Zahlen sind brutal: Nach 26 Spielen stehen für Steglitz GB II magere 15 Treffer zu 232 Gegentoren. Ein Torverhältnis, das in der Fußballwelt seinesgleichen sucht. Doch statt den Kopf in den Sand zu stecken, feiert das Team jeden noch so kleinen Lichtblick. „Es war geil gewesen“, raunt Nicolas Heinze, ein Spieler des Teams, über eine 0:7-Niederlage gegen TSV Lichtenberg II. „Auch wenn das Ergebnis leider nicht so schön ist, war es schön, zu spielen – es macht einfach Spaß.“
Der Spielertrainer mit einer ungewöhnlichen Philosophie: Max Loughland, der Trainer und gleichzeitig Spieler ist, übernahm das Amt vor zwei Jahren, weil schlicht niemand anderes bereit war. „Wir sind nicht Barcelona, kein Tiki-Taka – haut den Ball einfach hinten raus“, erklärt er seine taktische Ausrichtung. „Mit den Kollegen zu spielen, macht einfach Spaß. Egal, wie hoch wir verlieren – es ist einfach ein geiles Gefühl.“
Die Mannschaft scheint den Spruch gelebt zu haben. Selbst nach einer 0:23-Niederlage im Mai schien die Stimmung ungetrübt. Der Fokus liegt nicht auf dem Sieg, sondern auf der Freude am Spiel und dem Zusammensein. „Vielleicht würden manche sagen, dass wir einen Dachschaden haben, weil wir jede Woche antreten, obwohl wir 10:0 oder 12:0 verlieren“, grinst Loughland. „Aber es macht immer wieder Spaß, mit den Freunden – und neuen Freunden, die man dazuholt – anzutreten.“
Die nächste Herausforderung steht bereits bevor: Das Duell mit dem viertplatzierten TSV Lichtenberg II unter Flutlicht. „Wir wollen mal sehen, wie es unter dem Flutlicht unter der Woche aussieht“, kündigt Loughland an. „Es ist zwar keine Champions League, aber wir wollen hier das Beste draus machen.“ Und er hofft: „Ich hoffe, dass wir wenigstens ein Tor schießen.“ Ob dieser Wunsch in Erfüllung geht, wird die Zeit zeigen. Doch eines ist klar: Steglitz GB II wird kämpfen – bis zum Schluss und mit einem Lächeln auf den Lippen.
Denn in einer Liga, in der es oft um Ruhm und Ehre geht, hat Steglitz GB II etwas viel Wertvolleres gefunden: Die pure Freude am Fußball.
