Fürth stoppt elversberg: 0:2-schlappe im aufstiegskampf
Sie kamen als Jäger, gingen als Gejagte. Die SV Elversberg verlor am Freitagababend 0:2 bei der SpVgg Greuther Fürth und kassierte den ersten Dämpfer im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga. Die Saarländer bleiben zwar auf Relegationskurs, doch die Fürther schrieben das nächste Kapitel ihrer Wandlung vom Kellerkind zum Angstgegner.
Branimir Hrgota traf nach 42 Minuten mit einem satten Flachschuss aus 20 Metern. Lukas Reich machte in der sechsten Minute der Nachspielzeit den Deckel drauf. Dazwischen vergab Elversbergs Lukas Petkov einen Foulelfmeter – das 69. Minute war der Wendepunkt, den das Kleeblatt eiskalt nutzte.
Fürth wächst über sich hinaus
Die Elf von Trainer Alexander Zorniger hatte im Hinspiel noch 0:6 verloren, nun revanchierte sie sich mit Zahlen, die laut sprechen: zehn Punkte aus den letzten vier Partien, erster Sieg gegen Elversberg nach fünf sieglosen Duellen. Die Franken kletterten auf Rang zwölf – so hoch stand das einstige Schlusslicht zuletzt im Oktober.
Elversberg dominierte zwar die Anfangsphase, doch gegen die tiefstehenden Fürther fand kein Durchkommen. Im Gegenzug schlugen die Hausherren mit dem ersten richtigen Angriff zu. Nach der Pause drängten die Gäste, doch Petkats Patzer vom Punkt warf das Team aus der Bahn.

Darmstadt verpasst sprung an die spitze
Parallel patzte SV Darmstadt 98 im Titelrennen. Beim Tabellenletzten 1. FC Magdeburg reichte es nur zu einem 1:1. Fabian Nürnberger erlebte ein Schicksalsspiel: Eigentor in der 62. Minute, Ausgleich vier Minuten später mit einem Traumtor aus 18 Metern. Doch die Magdeburger, die zweimal Marcel Schuhen in höchster Not prüften, waren dem Sieg näher. Der Rückstand auf Spitzenreiter Schalke 04 bleibt bei einem Punkt.
Die Schalker können den Vorsprung am Sonntag im Spitzenduell gegen Hannover 96 ausbauen. Darmstadt empfängt eine Woche später Schalke am Böllenfalltor – dort ist die Kohfeldt-Elf in dieser Saison noch ungeschlagen. Magdeburg muss indes im Kellerduell bei Preußen Münster ran, die Nordkurve blieb wegen der Blocksperre leer, die Ultras sammelten sich auf der Gegengerade – ein Bild, das die Zerrissenheit des Clubs symbolisiert.
Elversberg muss am Sonntag gegen Eintracht Braunschweicht weitermachen, die Fürth reist zum Karlsruher SC. Die Liga bleibt unberechenbar – und das ist gut so.
