Fulda verpasst playoff-finale: pokal-glanz blendet bundesliga-enttäuschung
Die Saison des TTC Fulda-Maberzell endet in Bundesliga-Enttäuschung, während der Pokalfinale ein letztes Aufbäumen ermöglichte. Das Team verpasst erneut die Playoffs deutlich, doch ein Highlight im DFB-Pokal ließ die Fans kurzzeitig aufatmen. Eine Achillessehne der Saison offenbarte sich somit deutlich.
Die bundesliga-misere: eine saison voller verpasster chancen
Ende Mai wetteifern Düsseldorf, Saarbrücken mit Fan Zhendong, Bremen und Bergneustadt um die Meisterschaft – Fulda darf nur zuschauen. Johannes Hodes, 2. Vorsitzender des Vereins, drückte die Enttäuschung aus: „Wir hätten gerne einmal etwas Silbernes in den Händen gehalten.“ Die hohen Erwartungen blieben unerfüllt, die Niederlagen häuften sich. Auch gegen vermeintlich schwächere Gegner gab es Pannen. „Es gibt eigentlich keine kleinen Teams mehr“, so Hodes, was die hohe Qualität der TTBL unterstreicht – einer der stärksten Ligen Europas.
Die vergangene Saison endete bereits dramatisch mit dem verpassten Playoff-Platz. Nun wurde die bittere Erkenntnis zu Wochenbeginn Realität: Fulda verabschiedet sich frühzeitig von den Hoffnungen auf eine Top-Platzierung. Das letzte Saisonspiel gegen Bremen wird daher wenig Bedeutung haben. Stattdessen winkt ein Platz im oberen Mittelfeld.
Die Personalprobleme lasteten schwer auf der Mannschaft. Kao Cheng-Jui, der mit vielversprechenden Anlagen ausgestattet ist, konnte aufgrund von Hüftbeschwerden kein einziges Spiel bestreiten. Auch der dänische Neuzugang Jonathan Groth litt unter einer Handgelenksverletzung und erreichte nicht sein volles Potenzial. „Sein Leistungslimit hat er nicht erreicht“, konstatierte Hodes.

Pokalfinale als lichtblick: filus’ sternstunde gegen franziska
Ein Hoffnungsschimmer in der enttäuschenden Saison war das Pokalfinale. Im Halbfinale gelang ein dramatischer 3:2-Sieg im Hessen-Derby gegen Bad Homburg. Auch wenn es im Finale gegen Saarbrücken eine 1:3-Niederlage gab, sorgte Ruwen Filus für einen unvergesslichen Moment. Der Altmeister bezwang Nationalspieler Patrick Franziska in einem spannenden Fünf-Satz-Krimi. „Vizepokal-Gewinner aus Fulda“ – ein Titel, der zumindest kurzzeitig die Bundesliga-Enttäuschung vergessen ließ.
Für die nächste Saison plant Fulda mit dem jungen rumänischen Talent Andrej Istrate, der bereits bei Jugend- und U21-Europameisterschaften Erfolge feierte. Ob er die Lücke füllen kann, die durch den Ausfall von Kao Cheng-Jui entstanden ist, bleibt abzuwarten.
Trainer Qing Yu Meng blickt optimistisch in die Zukunft: „Wenn Groth fit und verletzungsfrei bleibt, sollten wir wieder mehr erreichen können als zuletzt.“ Ein historischer Moment wurde zudem durch den gemeinsamen Einsatz von Qing Yu Meng und seinem Sohn Fanbo ermöglicht, die im Doppel einen überraschenden Sieg gegen Saarbrücken feierten. Ein Highlight, das in die Vereinsgeschichte eingehen wird.
