Führungsfahrzeug biegt falsch ab – mcclain verliert sieg und wm-ticket
Atlanta, 3. März 2026. Weniger als drei Kilometer vor dem Ziel. Jessica Tonn McClain läuft dem nationalen Titel entgegen, hat ihre Verfolgerinnen längst abgehängt – und dann biegt das Führungsfahrzeug einfach falsch ab. Was danach passiert, ist einer der bizarrsten Momente der amerikanischen Leichtathletik-Geschichte.
Ein falsches abbiegen, das alles veränderte
Das Begleitauto lotste McClain, Emma Grace Hurley und Ednah Kurgat gemeinsam von der offiziellen Strecke weg. Die drei Athletinnen merkten den Fehler erst nach mehreren hundert Metern – und mussten kehrtmachen. Unterm Strich liefen sie mehr als einen Kilometer zu viel. Einen Kilometer, der ihnen alles kostete.
Molly Born, zum Zeitpunkt des Fauxpas noch mit über einer Minute Rückstand im Feld, lief einfach weiter – auf der richtigen Strecke. Sie gewann. McClain wurde Neunte. Das ist keine Satire, das ist die offizielle Wertung der US-Halbmarathon-Meisterschaften in Atlanta.

Protest abgewiesen, preisgeld weg, wm-ticket auch
McClain, Hurley und Kurgat legten umgehend Protest ein. Die American Running Association wies ihn ab. Damit verliert McClain nicht nur den Titel, sondern auch die 20.000 US-Dollar Preisgeld – und, was sportlich noch schwerer wiegt, den Startplatz bei den Straßenlauf-Weltmeisterschaften 2026. Den bekommt jetzt Born als neue nationale Meisterin.
McClain ließ ihrem Frust auf Instagram freien Lauf: „Das ist für alle Beteiligten echt Mist. Ich finde es einfach nur schrecklich, dass immer die Sportler die Zeche zahlen müssen.
