Füchse berlin verpatzen führung – finale in köln noch möglich!

Berlin – Ein bitterer Rückschlag für die Füchse Berlin im Champions-League-Viertelfinale gegen Veszprém! Nach einer bis dato dominanten Leistung und einer fünf Tore Führung ließ der deutsche Meister die Punkte in Ungarn liegen. Die knappe 34:35 Niederlage bedeutet nicht das Aus, doch die Ausgangslage vor dem Rückspiel ist alles andere als komfortabel.

Verlorene nerven in der schlussphase

Die Partie in Veszprém verlief zunächst nach Plan für die Berliner. Sie kontrollierten das Tempo, präsentierten sich defensiv stabil und bauten eine beruhigende Führung aus. Doch in der letzten Viertelstunde schien die Nervosität zuzuschlagen. Veszprém, angeführt von einem taktisch cleveren Stefan Dodic, kam zurück ins Spiel, nutzte die Berliner Fehler eiskalt aus und drehte die Partie.

„Wir müssen da einfach cleverer sein“, haderte Kapitän Max Darj nach dem Spiel. „Am Ende konnten wir sie nicht mehr stoppen.“ Trainer Nicolej Krickau sah die Ursache ebenfalls in der Abwehrarbeit: „Das Sieben-gegen-Sechs von Veszprém hat heute den Unterschied gemacht. Wir hätten die Führung sicherlich besser verteidigen müssen.“ Die Atmosphäre in der ungarischen Halle, so Dodic, habe seiner Mannschaft „unglaubliche Kraft“ verliehen.

Ein Detail, das niemand so recht beachtet: Die Füchse Berlin haben im direkten Vergleich mit Veszprém in den letzten Jahren oft Federn lassen müssen. Die Ungarn sind in ihren eigenen vier Wänden schlichtweg unschlagbar.

Heimvorteil als letzte hoffnung

Heimvorteil als letzte hoffnung

Die Füchse Berlin haben aber noch alle Trümpfe in der Hand. Im Rückspiel am Mittwoch in der Max-Schmeling-Halle winkt die Chance auf die Revanche. Ein Sieg mit zwei Toren Unterschied reichte für den Einzug ins Finalturnier in Köln. „Wie ja bisher aller Duelle mit Veszprém“, betonte Krickau. „Es wird wieder eng.“

Die Berliner müssen nun ihre Abwehrzentrale stabilisieren und eine Lösung finden, um Veszpréms körperliche Überlegenheit zu neutralisieren. Besonders das Überzahlspiel der Ungarn bereitete den Bundesligisten Kopfzerbrechen. Die Füchse brauchen eine Reaktion, um in Köln wieder glänzen zu können und den Traum vom Finalturnier am Leben zu erhalten. Die Fans in der Max-Schmeling-Halle werden dabei eine entscheidende Rolle spielen.

Die Chance ist da, aber sie muss ergriffen werden. Andernfalls winkt die bittere Erkenntnis, dass die Reise nach Köln doch nicht stattfinden wird.