Füchse berlin krönen schwierige saison mit pokalsieg!
Ein Triumph, der mehr als nur ein Pokal bedeutet: Die Füchse Berlin haben den DHB-Pokal gewonnen und damit eine Saison beendet, die von personellen Umwälzungen und sportlichen Tiefen geprägt war. Mit einem deutlichen 42:33 gegen den überraschend starken Bergischen HC sicherten sich die Berliner den Titel – erst zum zweiten Mal seit 2014.

Gidsels krönende nacht: vierter pokalsieg in folge
Für Mathias Gidsel, den zweifachen Weltbesten, war es ein besonderer Moment. Nach vier erfolglosen Versuchen konnte der Däne endlich seinen Trophäenschrank erweitern und seine beeindruckende Erfolgsserie fortsetzen. Seine Leistung war schlichtweg herausragend, ein Beweis für seine Klasse und seinen unbedingten Siegeswillen.
Die Saison verlief für die Füchse alles andere als reibungslos. Der Doppel-Rauswurf von Sportdirektor Stefan Kretzschmar und Trainer Jaron Siewert, gefolgt von der Verpflichtung von Nicolej Krickau im September, stellte die Mannschaft vor enorme Herausforderungen. Doch der neue Coach bewies sein Können und führte die Füchse zum Erfolg. Krickau, bereits Pokalsieger mit GOG in Dänemark und Flensburg, brachte frischen Wind und eine klare Strategie ins Team.
Obwohl die Füchse den ersten Treffer erst nach 18 Minuten erzielten (13:10), zeigten sie eine beeindruckende kämpferische Leistung. Der Bergische HC hielt jedoch bis zum 14:13 (21.) Anschluss. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, geprägt von schnellem Handball und intensiven Zweikämpfen. Dyn-Experte Stefan Kretzschmar, einst selbst bei den Füchsen tätig, räumte ein: „Wenn die Füchse wieder über 36 Tore werfen, sind sie schwer zu schlagen.“ Seine Worte trafen den Nagel auf den Kopf, denn die Berliner präsentierten sich in Topform.
Keeper Milosavlevj verletzte sich, aber die Mannschaft bewies Moral. Ein kurzer Schockmoment sorgte für zusätzliche Spannung, als Dejan Milosavlejv sich am Oberschenkel verletzte. Lasse Ludwig übernahm seinen Platz und trug maßgeblich zum Sieg bei. Lasse Andersson (10 Tore) und Mathias Gidsel (8 Treffer) waren die erfolgreichsten Torschützen der Partie. Christoph Kramer, Fußball-Weltmeister, war begeistert: „Mir macht es Bock, diese Sportart zu gucken. Der Gidsel ist schon etwas Besonderes.“
Für den Bergischen HC war es die dritte Niederlage in der Saison, obwohl sie ein starkes Spiel zeigten. Sollten die Füchse sich für die ChampionsLeague qualifizieren, winkt dem BHC die Möglichkeit, in der European League zu spielen – eine willkommene Belohnung für ihre Leistungen. Die Füchse haben bewiesen, dass man auch aus schwierigen Situationen gestärkt hervorgehen kann. Ein Pokalsieg, der die Fans begeistert und den Verein mit Stolz erfüllt.
