Fuchs-busch: meisterschale war nie weg – berliner pokal-drama endet im eigenen keller

Die Meisterschale der Füchse Berlin war nie entführt, nur versteckt. Ein Mitarbeiter stieß bei der Inventur auf den silbernen Koffer – hinter Kartons im eigenen Keller, nur Meter vom Diebstahlort entfernt. Die Polizei hatte seit November mit Schmelzofen und Silberbarren gearbeitet, zwei Verdächtige sitzen seit Januar in Untersuchungshaft. Nun lacht der Verein, die Ermittler rätseln und die Trophäe landet vorerst im Beweiskeller.

Fall gelöst, spuren bleiben

Fall gelöst, spuren bleiben

„Die Freude ist riesig, aber das Erklären eine Zerreißprobe“, sagt Geschäftsführer Bob Hanning. Die 400-Euro-Schale war auf Volker Zerbes Schreibtisch bereitgestellt worden, um sich gravieren zu lassen. Überwachungsvideos zeigen zwei Täter mit offenbar genauem Raumplan – sie schlichen sich nachts in die Geschäftsstelle am Gendarmenmarkt, ließen den Koffer aber offenbar als Ballast zurück. „Die wollten nicht mit dem riesigen Silberkoffer durch Berlin tingeln“, mutmaßt Hanning. Stattdessen verfrachteten sie das Stück in den Hauskeller, um es später abzuholen – doch die Polizei schnappte sie, bevor der Plan aufging.

Die Beamten fanden bei Durchsuchungen einen Schmelzofen und einen Silberbarren, deshalb glaubte auch der Klub an die Verschmelzung. Liga-Chef Frank Bohmann hatte bereits Ersatz bestellt, Auftrag storniert. Die originale Schale bleibt bis zur Prozess-Ende in Polizeigewahrsam, dann soll sie ins Fuchsbau-Museum – diesmal mit Diebstahlgeschichte statt nur Gravur.

Die versprochene Gravur für die Saison 2025/26 folgt nach. Hanning: „Hinter dem Glas steckt jetzt noch mehr Leidenschaft – und ein kleines Stück Berliner Unterwelts-Krimi.“