Friburgo zerlegt celtic: rodríguez hadert mit der körperlichen überlegenheit
Ein bitterer Abend für Celtic Glasgow in Freiburg: Die Hoffnungen auf ein europäisches Wunder zerplatzten im Schwarzwald, und die Enttäuschung bei Spielern und Verantwortlichen ist groß. Javi Rodríguez, sichtlich frustriert nach dem Abpfiff, sprach offen über die Gründe für die Niederlage.

Die erste hürde: der frühe schocktreffer
Celtic hatte sich vorgenommen, das Spiel von Beginn an zu kontrollieren, durch frühzeitiges Pressing die Friburger Abwehr unter Druck zu setzen. Doch die Taktik scheiterte am effizienten Konterspiel der Gastgeber. „Wir haben versucht, früh zu pressen, alles gegeben, aber dann kam dieser Treffer aus dem Nichts, aus unserem ersten Gegenzug. Danach wurde das Spiel für uns sehr schwer.“ Dieser frühe Rückschlag raubte Celtic den Wind aus den Segeln und prägte den weiteren Spielverlauf.
Die Enttäuschung über das Ausscheiden ist offensichtlich, doch Rodríguez betonte auch die positiven Aspekte der bisherigen Europa-Kampagne: „Wir müssen stolz darauf sein, so weit gekommen zu sein, mit dieser fantastischen Unterstützung unserer Fans bis zum Schluss.“ Die Celtic-Anhänger hatten auch in Freiburg wieder eine beeindruckende Kulisse gebildet.
Allerdings räumte der Mittelfeldspieler ein, dass Friburg die bessere Mannschaft gewesen sei: „Friburg war einfach besser und hat es verdient zu gewinnen. Wir müssen ihnen gratulieren.“ Für Celtic gilt es nun, die Köpfe wieder aufzurichten und sich auf die sieben verbleibenden Finalspiele in der Liga zu konzentrieren. Ob die Wiederholung des Erfolgs des Vorjahres möglich sein wird, bleibt abzuwarten.
Ein entscheidender Faktor war laut Rodríguez auch das körperliche Spiel der Deutschen: „Sie sind ein sehr physisch starkes Team, und wir haben versucht, unser Spiel durchzusetzen. In Freiburg haben wir versucht, unsere Spielweise durchzusetzen, aber in Deutschland haben sie unser Spiel diktiert. Mit dem frühen Treffer wurde es dann sehr schwer für uns.“
Um die Strapazen der letzten Wochen zu vergessen, riet Rodríguez seinen Teamkollegen, das Wochenende zum Abschalten zu nutzen: „Es ist gut, dass wir jetzt das Wochenende haben, um Abstand zu gewinnen und den Kopf freizubekommen. Dann sind wir nächste Woche wieder bereit.“
Die Aufgabe für Celtic ist klar: Die Enttäuschung abschütteln und sich neu fokussieren, um in der Liga erfolgreich zu sein. Denn während die europäische Saison für die Glasgower zu Ende ist, beginnt für sie eine neue Herausforderung – der Kampf um den Titel in der schottischen Liga. Die Fans erwarten eine Reaktion.
