Fribourg-gottéron schraubt final-tickets erneut nach oben – fan-wut kocht
54 Franken für einen Stehplatz, 92 für den günstigsten Sitz – und das ist nur der vorläufige Höhepunkt. Beim möglichen Meisterball am Dienstag hat Fribourg-Gottéron die Preise zum dritten Mal in diesen Playoffs erhöht. Die Rechnung: gegenüber der Regular Season kostet das Erlebnis jetzt bis zu 119 Prozent mehr.
Die neue preisliste trifft familien und studierende besonders hart
Ein Student zahlt 46 statt 19 Franken, ein Kind 39 statt zwölf. Rollstuhlfahrer sollen plötzlich 46 Franken berappen – plus 82 Franken für die Begleitperson. Vor zwei Wochen lagen diese Zahlen noch bei 16 und 32 Franken. "Das summiert sich langsam", schimpft der Instagram-Kanal fr_gotteronfans, der die Erhöhung zuerst veröffentlichte. "Besonders die erschwinglichsten Plätze werden proportional viel teurer."
Der Klub verkauft seit 100 Heimspielen jeden einzelnen Platz – trotzdem wird nicht einmal das letzte Pfund herausgepresst, sondern gleich das doppelte. Die Folge: Die Kommentarspalten kochen. "Ein Finalticket darf etwas kosten, aber das hier ist Wucher", schreibt ein Nutzer. "Ich bringe meine Tochter nicht mit, weil ich mir das nicht leisten kann", echot eine Mutter.

Hc davos-fans bleiben von preissprung weitgehend verschont
Interessant: Gästefans zahlen nach bisherigen Informationen kaum Aufschläge. Die Wut konzentriert sich deshalb voll auf das Bernex-Val-de-Ruz und seine treueste Klientel. Die Geschäftsführung schweigt bislang zu den Gründen – intern heißt es, man wolle "die Nachfrage steuern". Klingt nach Marketing-Sprech, wirkt aber eher wie eine Kampfansage an die eigene Fangemeinde.
Es bleibt die Frage, ob sich die Wut in Jubel verwandelt, sollte Spiel 6 die erste Meisterschaft seit 2015 besiegeln. Die Erfahrung lehrt: Gewinnen verzeiht viel – aber nicht alles. Die nächste Preisrunde winkt schon, denn ein mögliches Spiel 7 fände erneut im BCF-Arena statt. Die Fans wissen es. Und der Klub weiß, dass sie trotzdem kommen. Darin liegt die ganze Tragik.
