Fribourg stolpert gegen rapperswil – 0:2-rückstand weckt den kampfgeist

Die National League schlägt wieder zurück. HC Fribourg-Gottéron verliert auch Spiel zwei am Obersee, muss sich mit 1:2 geschlagen geben und liegt damit mit 0:2 in der Serie zurück. Maximilian Streule redet sich noch ins Positive, doch hinter den Kulissen brodelt es.

Streule zieht die notbremse – „wir haben noch nichts verloren“

Der Verteidiger spricht von „guten Sachen“, die seine Mannschaft gezeigt habe. Tatsächlich war das Mitteldrittel dominiert von Strafen, insgesamt zwölf Mal unterbrach der Schiri den Spielfluss. Ein Horror für jeden Coach, ein Test für die Nerven jedes Spielers. „Mit dem muss man in den Playoffs rechnen“, sagt Streule und klingt dabei, als wolle er sich selbst überzeugen.

Die Rapperswil-Jona Lakers hingegen haben ihre Hausaufgaben gemacht. Sie nutzen die numerische Überlegenheit, stellen sich hinten rein und warten auf den Konter. Fribourg dagegen wirkt ideenlos, wenn es darauf ankommt. Die Scheibe findet keinen Weg ins Tor, die Zweikämpfe werden halbherzig geführt. Es ist nicht das erste Mal in dieser Saison, dass die Mannschaft von GM Christian Weber in der Kürze versagt.

Die serie ist noch nicht entschieden – aber die uhren ticken

Die serie ist noch nicht entschieden – aber die uhren ticken

Jetzt geht es nach Hause, in die BCF Arena, wo das Publikum bekannt laut ist und Treibstoff liefern kann. Doch auch das ist kein Automatismus. Die Lakers haben bewiesen, dass sie auch auswärts mithalten können, dass sie bereit sind, sich in die Schranken zu werfen. Für Fribourg wird es eng. Seit 2018 hat keine Mannschaft mehr eine 0:2-Serie drehen können. Die Statistik ist ein Schatten, der sich langsam über die Saison legt.

Streule bleibt kämpferisch. „Wir müssen jetzt einen Gang zulegen“, sagt er. Das klingt nach Standard, aber mehr bleibt ihm nicht übrig. Die Uhr tickt. Und die Lakers haben bereits ihren Schwung mitgenommen.