Fribourg kämpft um nemeth: sperre soll verkürzt werden!
Fribourg-Gotteron setzt alles daran, seinen Schlüsselverteidiger Patrik Nemeth schneller wieder auf das Eis zu bekommen. Nach einem hitzigen Cross-Check im Viertelfinal gegen die Lakers wurde der Schwede für fünf Spiele suspendiert – eine Strafe, die der Verein nun beim Verbandssportgericht (VSG) angefochten hat. Das Ziel ist klar: Eine Reduktion auf lediglich zwei Spiele.
Die erste strafe sitzt bereits
Nemeth musste am Mittwoch in der entscheidenden siebten Partie gegen die Lakers bereits die erste Spielsperre absitzen. Für die anstehende Halbfinal-Serie gegen Genf-Servette HC bedeutet die aktuelle Sperre jedoch, dass Trainer Roger Rönnberg in den ersten vier Spielen auf seine erfahrene Defensivstütze verzichten muss. Ein herber Schlag für die Drachen, die fest den Einzug ins Playoff-Finale anstreben.
Wie der Blick berichtet, wurde der Antrag auf aufschiebende Wirkung bereits vom VSG abgewiesen. Das bedeutet: Am Samstag wird Nemeth definitiv nicht dabei sein können. Ob die restliche Sperre auf zwei Spiele reduziert wird, ist weiterhin unklar und hängt von der Entscheidung des Gerichts ab. Die Szene selbst, die zu der Strafe führte, bleibt dabei höchst umstritten.
Der Cross-Check gegen Jonas Taibel im sechsten Spiel der Viertelfinal-Serie war hart. Einzelrichter Karl Knopf zögerte nicht und verhängte die drastische Strafe von fünf Spielen. Ein riskantes Spiel von Fribourg, das nun teuer zu werden droht.

Personalsorgen beim hcfg
Neben Nemeth, dessen Ausfall im Halbfinal schwer wiegt, muss sich Fribourg auch mit weiteren Personalsorgen herumschlagen. La Liberté berichtet, dass der Nati-Spieler Andrea Glauser seine Saison aufgrund einer Verletzung vorzeitig beenden muss. Auch der Import-Stürmer Kyle Rau fällt vorerst aus.
Nemeth bestritt in dieser Saison inklusive Playoffs insgesamt 51 Partien für den HCFG und steuerte dabei 14 Scorerpunkte (vier Tore und zehn Assists) bei. Der frühe Einsatz des Schweden wäre für Fribourg von unschätzbarem Wert, insbesondere angesichts der fragwürdigen Situation in der Verteidigung.
Die Entscheidung des VSG wird entscheidend sein. Bleibt die Strafe von fünf Spielen bestehen, sind die Chancen von Fribourg im Halbfinal deutlich geschrumpft. Die Fans dürfen hoffen, dass das Sportgericht einen kühlen Kopf bewahrt und eine faire Entscheidung trifft – denn im Eishockey wie im Leben zählt oft der kleinste Vorteil.
