Fress will revanche: k.o.-drohung von xhoxhaj ignoriert
Magdeburg bebt – und zwar nicht nur wegen der ungewöhnlichen Pressekonferenz im Kulturhistorischen Museum. Roman Fress, der Magdeburger Cruisergewichtler, hat am Samstag die Chance auf den WM-Gürtel vor Augen. Doch zuerst muss er sich den verbalen Angriffen von Armend Xhoxhaj stellen, der im Vorfeld des Re-Matches eine vorzeitige Niederlage für Fress prophezeit hat.

Stieglitz' rückkehr: glücksbringer aus der vergangenheit?
Robert Stieglitz, der ehemalige Supermittelgewicht-Weltmeister, ist zurück in Magdeburg – und nicht nur als Zuschauer. Er fungiert nun als Trainer von Fress und erinnert sich mit einem Lächeln an seine eigene Zeit in diesem ehrwürdigen Bau: „Hier war 2013 die Pressekonferenz vor dem Kampf gegen Arthur Abraham. Den habe ich durch TKO gewonnen und wurde Weltmeister.“ Ob dieser historische Ort auch für Fress Glück bringt, bleibt abzuwarten.
Die Ausgangslage ist klar: Fress verteidigt seinen WBO-Interconti-Gürtel, während Xhoxhaj den WBO-EM-Titel ins Ring bringt. Hinzu kommt der WBO-International-Gürtel, der ebenfalls auf dem Spiel steht. „Drei Gürtel, das ist in dieser Form bisher einmalig“, freut sich Promoter Ulf Steinforth. Der Sieger kann demnach bald einen WM-Kampf erwarten – ein Anreiz, der beide Kämpfer zusätzlich motivieren dürfte.
Xhoxhaj, der im ersten Duell die Oberhand behielt, kündigte bereits an, den Kampf „spätestens nach sechs Runden“ zu beenden. Eine Ansage, die Fress jedoch mit Humor nimmt: „Das gehört zu den Psychospielchen. Ich nehme ihn ernst, aber nicht die KO-Ansage.“ Der Magdeburger ist fest entschlossen, die Vergangenheit vergessen zu machen und seine Chance auf den WM-Gürtel zu nutzen.
Doch es ist nicht nur die sportliche Komponente, die dieses Duell so spannend macht. Es ist die persönliche Geschichte, die Rivalität und die Hoffnung auf eine Revanche. Fress hat sich seit der letzten Begegnung deutlich verbessert, wie sein Trainer Stieglitz betont: „Roman hat sich auf allen Ebenen verbessert, vor allem konditionell. Er kann den Gegner besser lesen, ist stabiler geworden.“
Die Fans dürfen sich auf einen packenden Kampf freuen, der am Samstagabend im MDR FERNSEHEN und der ARD-Mediathek übertragen wird. Ob Fress seine Revanche gelingt und den Weg zum WM-Gürtel ebnet, wird sich zeigen. Die Uhr tickt.
