French open: hitzegewitter drohen – wann der schiedsrichter eingreift

Paris kocht – und das nicht nur wegen der französischen Hauptstadt! Bei den French Open herrschen aktuell brütende 35 Grad, und die Athleten kämpfen sich durch die Matches. Doch wann schreiten die Veranstalter ein und unterbrechen den Spielbetrieb, um die Gesundheit der Spieler zu schützen? Die Antwort ist nun offiziell.

Die entscheidende temperatur: wann geht die partie zu ende?

Die entscheidende temperatur: wann geht die partie zu ende?

Die Veranstalter des Grand-Slam-Turniers in Roland Garros haben klare Richtlinien bekannt gegeben. Sobald die Feuchtkugel-Temperatur – ein wichtiger Faktor zur Beurteilung der Hitzebelastung – auf beiden Messstationen, dem Court Philippe-Chatrier und Platz 14, die Marke von 32,2 Grad Celsius erreicht, wird der Spielbetrieb unterbrochen. Das betrifft sowohl die Hauptplätze mit ihren verschließbaren Dächern als auch die Nebenplätze. Diese Temperatur berücksichtigt nicht nur die Lufttemperatur, sondern auch die Luftfeuchtigkeit, die Sonneneinstrahlung und den Wind – also die tatsächliche Belastung für den Körper.

Ein Detail, das viele übersehen: Die Feuchtkugel-Temperatur kann bei geringerer Luftfeuchtigkeit sogar unter die normale Lufttemperatur fallen. Das bedeutet, dass die Hitzebelastung höher sein kann, als es auf den ersten Blick scheint. Bei einem Wert von über 30,1 Grad Celsius vor Beginn eines Matches erhalten die Spieler bereits eine zehnminütige Pause – vor einem möglichen dritten Satz bei den Damen und einem vierten Satz bei den Herren. Ein Schutzmechanismus, der angesichts der aktuellen Bedingungen durchaus notwendig ist.

Die Organisatoren orientieren sich dabei an den Vorgaben der WTA und ATP, der beiden Tennisverbänden. Die WTA führte bereits 1992 Hitzeregeln ein, die ATP übernahm erst kürzlich die aktualisierte Version. Während die Australian Open in Melbourne traditionell für Hitzeprobleme bekannt sind, scheint es auch in Paris in diesem Jahr besonders heiß zu werden – und die Prognosen für die kommenden Tage sind alles andere als erfrischend.

Die Entscheidung, wann ein Match unterbrochen wird, liegt letztendlich beim Schiedsrichter, der die Messwerte der Feuchtkugel-Thermometer berücksichtigt. Es ist ein Balanceakt zwischen dem Schutz der Spieler und der Aufrechterhaltung des Turnierablaufs. Die Spieler selbst werden diese Maßnahme sicherlich begrüßen, denn die körperliche Belastung bei diesen Temperaturen ist enorm. Die French Open 2026 könnten somit zu einem Test für die Belastbarkeit der Athleten und die Anpassungsfähigkeit der Organisatoren werden.