French open: herbert rastet schiedsrichter nach strittiger entscheidung!
Paris – Die French Open sorgten am Sonntag nicht nur für packende Tennisduelle, sondern auch für einen beispiellosen Eklat. Der französische Qualifikant Pierre-Hugues Herbert wetterte nach einem umstrittenen Punkt im Entscheidungssatz masslos gegen den deutschen Schiedsrichter Timo Janzen und überschritt dabei deutliche Grenzen. Ein Spielabbruch und eine hitzige Auseinandersetzung waren die Folge.

Dramatik im entscheidungssatz
Das Erstrundenmatch zwischen Herbert und Lorenzo Sonego entwickelte sich zu einer Zitterpartie, die über drei Stunden dauerte. Im fünften Satz, als Herbert bereits mit 0:2 hinten lag und einen weiteren Breakball gegen sich hatte, kam es zum Eklat. Ein kurzer Ballwechsel, bei dem Herbert überzeugt war, dass der Ball aus gewesen sei, löste die Wut des Franzosen aus. Er warf einen Blick auf den vermeintlichen Abdruck im Sand und konnte die Entscheidung von Schiedsrichter Janzen, die den Punkt Sonego zusprach, nicht nachvollziehen.
„Das ist sehr schlecht von dir!“, schrie Herbert zunächst auf Englisch und forderte Janzen auf, ihm in die Augen zu sehen. Seine Forderung, sich später zu entschuldigen, sollte jedoch vergeblich bleiben. Wiederholte er den Vorwurf auf Deutsch und steigerte sich in seiner Kritik: „Das ist sehr schlecht von dir, sehr schlecht.“
Janzen blieb jedoch unerbittlich bei seiner Entscheidung, was Herbert zu einer weiteren Unterbrechung des Spiels veranlasste. Diesmal warf er dem Schiedsrichter vor, einen „Witz“ von einem Punkt gegeben zu haben. Selbst die Zeitlupe konnte nicht eindeutig klären, ob der Ball tatsächlich aus war. Der Italiener Sonego setzte sich letztendlich mit 6:7, 7:5, 2:6, 6:1 und 4:6 durch – ein Resultat, das durch den emotionalen Ausbruch Herberts zusätzlich belastet wurde.
Die Kontroverse wirft ein schlechtes Licht auf das Turnier und zeigt, wie schnell Emotionen beim Tennis hochkochen können. Es bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen Herberts Verhalten haben wird. Die Aufregung zeigt aber auch, wie verletzlich die Entscheidungen von Schiedsrichtern sind, wenn sie in knappen Situationen getroffen werden.
Herbert kämpfte sich zwar durch drei Qualifikationsrunden ins Hauptfeld, scheiterte aber letztendlich an der Nervosität und dem Druck des entscheidenden Satzes. Seine ungestüme Reaktion auf die Schiedsrichterentscheidung wird noch lange in Erinnerung bleiben.
