Freigang: doping-vorwurf? stürmerin wehrt sich mit nachdruck
Frankfurt – Der Doping-Vorwurf schwebt wie ein Damoklesschwert über Laura Freigang. Die Frankfurter Eintracht-Stürmerin, die eigentlich auf ein Ticket zu den Olympischen Spielen 2027 in Brasilien hoffte, sieht sich mit Anschuldigungen nach verpassten Dopingtests konfrontiert. Doch Freigang wehrt sich vehement und spricht von Missverständnissen – eine Situation, die den deutschen Fußball in Aufruhr versetzt.

Die eskalation: drei verpasste tests, ein drohendes sperre
Die 44-malige Nationalspielerin, die am Samstag mitfieberte, als die DFB-Frauen ihre WM-Qualifikation sicherstellten, droht nun eine Sperre von bis zu zwei Jahren. Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) hat drei „Strikes“ innerhalb von zwölf Monaten bestätigt, was an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) weitergeleitet wurde. Eine Entscheidung des DFB steht bevor – und könnte Freigangs Traum von der WM abrupt beenden.
Freigang selbst beteuert ihre Unschuld: „Gegen mich besteht und bestand zu keinem Zeitpunkt ein Dopingverdacht“, erklärte sie in den sozialen Medien. Sie argumentiert, dass es sich bei den verpassten Kontrollen nicht um bewusste Vermeidungsversuche gehandelt habe, sondern um „Unstimmigkeiten bzw. Missverständnisse“ in den tagesaktuell zu aktualisierenden Angaben.
Ein Blick auf die Details: Leistungssportler müssen ihren Aufenthaltsort konstant der NADA mitteilen, um für Dopingkontrollen zur Verfügung zu stehen. Das System ist komplex, und hier scheint es offenbar zu Fehlern gekommen zu sein. Aber reicht das, um die Vorwürfe abzuwehren?
Die Situation ist delikat. Während andere Sportler, wie die US-Sprinter Christian Coleman und Fred Kerley, für ähnliche Verstöße bereits lange Sperren verbüßen mussten, hofft Freigang auf eine milde Beurteilung. Der Vergleich mit dem US-Rechtssystem ist jedoch schwierig.
Die Frage bleibt, ob die „Missverständnisse“ ausreichen, um eine Sperre abzumildern oder gar zu verhindern. Denn eines ist klar: Die Causa Freigang wirft ein schlechtes Licht auf die Organisation im deutschen Fußball und die Einhaltung der Anti-Doping-Richtlinien.
Für den sportlich bedeutungslosen Abschluss der WM-Qualifikation am Dienstag wird Freigang vorerst als „auf Abruf“ geführt. Ob sie ihre Mannschaft aus der Ferne anfeuern wird oder doch noch eine Überraschung kommt, bleibt abzuwarten. Fest steht: Der DFB muss schnell handeln, um den Schaden für den deutschen Fußball zu begrenzen.
