Freiburgs traum platzt: aston villa krönt sich zum europa-league-sieger!

Istanbul bebte, doch am Ende jubelte Aston Villa. Freiburgs Märchenlauf in der Europa League fand in einem einseitigen Finale gegen die überlegenen Engländer ein jähes Ende. Mit 0:3 unterlagen die Breisgauer und verpassten den ersten internationalen Titel knapp.

Ein finale voller gegensätze

Während die rund 11.000 mitgereisten Freiburg-Fans enttäuscht die Heimreise antraten, feierte Prinz William, glühender Aston-Villa-Fan, ausgelassen den Triumph seines Herzensvereins. Der britische Thronfolger, der sich in seiner Schulzeit bewusst für die Villans entschied, um sich von der Masse abzuheben, war nicht nur Zuschauer, sondern auch Teil der Aufheizphase vor dem Anpfiff – ein persönlicher Besuch in der Kabine schien die Spieler zusätzlich zu motivieren.

Die erste Halbzeit gehörte klar Aston Villa. Zunächst schockierte Youri Tielemans die Freiburg-Defensive mit einem sehenswerten Volley-Treffer aus der Distanz (41.). Nur wenige Augenblicke später erhöhte Emiliano Buendia, der ehemalige Bundesliga-Profi, die Führung mit einem weiteren Traumtor – ein Schlenzer in den Winkel, der Atubolu keine Chance ließ (45.+1). Die Freiburger wirkten geschockt und fanden kaum Mittel, um das Spiel zu kontrollieren. Die Diskrepanz im Marktwert – Aston Villa mit fast 550 Millionen Euro im Vergleich zu Freiburgs rund 170 Millionen Euro – spiegelte sich deutlich im Spiel wider.

Die entscheidung nach der pause

Die entscheidung nach der pause

Auch nach der Pause zeigte Aston Villa keine Schwäche. Ein clever aufgelegter Angriff von Buendia leitete den dritten Treffer ein, den Morgan Rogers eiskalt verwandelte (58.). Lothar Matthäus kommentierte kurz darauf: „Wieder viel zu viel Platz für Aston Villa. Das ist zu einfach.“

Für Freiburg gab es wenig Trost. Freiburg-Legende Höfler, der in seinem 382. und letzten Spiel stand, vergab die beste Chance seiner Mannschaft. Argentiniens WM-Torwart Martinez verhinderte zudem einen möglichen Treffer durch Manzambi. Bundestrainer Julian Nagelsmann, der sich das Spiel gemeinsam mit Freiburg-Idol Christian Streich ansah, musste feststellen, dass die Qualität der Premier League einfach zu hoch für Freiburg war.

Das Finale verdeutlichte die enorme Kluft zwischen den europäischen Top-Klubs und den Herausforderern. Freiburg darf sich zwar auf eine bemerkenswerte Europa-League-Saison zurückblicken, doch am Ende blieb der bittere Geschmack der Niederlage im Mund. Der Traum vom internationalen Titel ist geplatzt – ein Ende, das niemand sich für die tapfer kämpfenden Breisgauer gewünscht hätte.