Freiburgs helden trauern – europa-finale brennt sich ins gedächtnis
Istanbul – Der Schmerz sitzt tief, doch die Würde bleibt. Der SC Freiburg kehrte am Donnerstagabend vor rund 8.000 Fans auf dem Freiburger Messegelände zurück, nachdem die Mannschaft im Europa-League-Finale gegen Aston Villa mit 0:3 unterlegen war. Trainer Julian Schuster versuchte, die Stimmung aufzulockern: „Es tut gut, euch alle hier zu sehen. Das hilft, den Schmerz ein Stück weit zu verarbeiten.“

Ein finale für die ewigkeit
Die Niederlage schmerzt, zweifellos. Doch Kapitän Christian Günter und seine Kollegen wissen, dass sie etwas Besonderes erlebt haben. „In ein paar Tagen werden wir das alles realisieren und dann können wir auch stolz sein“, sagte Günter. „Das wird uns in Erinnerung bleiben.“ Denn was der SC Freiburg in dieser Saison gezeigt hat, war außergewöhnlich. Der Weg ins Finale, die packenden Duelle gegen Braga, Vigo und Genk – all das sind Momente, die die Fans und die Mannschaft für immer in Erinnerung behalten werden.
Die Fans, die am Messeplatz auf ihre Helden warteten, zeigten ihre Unterstützung trotz der Enttäuschung. Die Stimmung war geprägt von Respekt und Anerkennung für die gezeigte Leistung. Vincenzo Grifo betonte im Gespräch mit dem SWR: „Als wir aufs Feld kamen – das war ein Gänsehaut-Moment. Es hat so viel Spaß gemacht.“
Julian Schuster lobte die Widerstandskraft seiner Mannschaft: „Wie die Fans auch nach dem 0:3 immer noch hinter uns standen, das ist das Gesicht, das ich von diesem Verein kennenlernen durfte.“ Ein Déjà-vu, so Grifo, der bereits 2022 im DFB-Pokalfinale gegen RB Leipzig auf dem Platz stand. Die bittere Niederlage in Istanbul ist zwar schmerzhaft, doch sie trübt nicht den Stolz auf eine außergewöhnliche Saison.
Die Bilder von Christian Günter und Vincenzo Grifo im Interview mit dem SWR zeigen die Enttäuschung, aber auch die Entschlossenheit, in der kommenden Saison wieder anzugreifen. Matthias Ginter, der von Bundestrainer Nagelsmann für die WM 2026 nicht berücksichtigt wurde, äußerte sich ebenfalls zur Situation. Die Diskussionen um die Nationalmannschaft überschatten jedoch den Moment des Abschieds vom Europa-League-Finale.
Die Stadt Freiburg hat ihre Helden bereits im Goldenen Buch verewigt. Ein Zeichen der Anerkennung für eine Saison, die den Verein und die Fans in ihren Bann gezogen hat. Der SC Freiburg hat bewiesen, dass er zu den besten Mannschaften Europas gehört – auch wenn der Titel am Ende knapp verfehlt wurde.