Freiburg verstärkt angriff: dritter japaner kommt!

Der SC Freiburg hat erneut auf die japanische Fußballschmiede gesetzt und mit Keisuke Goto den dritten Spieler aus dem Land der aufgehenden Sonne verpflichtet. Ein Coup, der die Bundesliga überrascht und die Frage aufwirft, was der Verein mit dieser strategischen Ausrichtung verfolgt. SWR-Sportredakteur Kersten Eichhorn hält die Entscheidung für klug – und erinnert an die glorreichen Zeiten, als Freiburg bereits japanische Talente förderte.

Die japanische welle im breisgau: eine erfolgsgeschichte?

Die japanische welle im breisgau: eine erfolgsgeschichte?

Yuito Suzuki und Rihito Yamamoto waren die Vorboten, nun folgt mit Keisuke Goto der nächste Coup. Der 21-jährige Stürmer, der in Belgien bei St. Truiden zum Leistungsträger avancierte und bei der WM als Sturmhoffnung gehandelt wurde, soll den Angriff der Freiburger verstärken. Doch was steckt hinter dieser Japan-Offensive? Es ist kein Zufall, dass der SC Freiburg auf japanische Spieler setzt. Ihr Ruf als diszipliniert, technisch versiert und teamorientiert ist im deutschen Fußball unbestritten – und in Freiburg besonders geschätzt.

Man erinnert sich noch gut an Ritsu Doan, der von 2020 bis 2023 das Trikot des SC trug und sich von Saison zu Saison steigerte. Seine 22 Tore in 97 Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Der Wechsel zu Eintracht Frankfurt für 21 Millionen Euro unterstreicht den Wert, den japanische Spieler mittlerweile auf dem Transfermarkt haben.

Doch die Frage ist: Kann Keisuke Goto die Erwartungen erfüllen? Sein Werdegang ähnelt dem anderer japanischer Talente, die in der Bundesliga Fuß gefasst haben. Die technische Ausbildung, die taktische Disziplin und die körperliche Stärke sind Eigenschaften, die nahezu jedem japanischen Profi zugeschrieben werden. Und genau diese Eigenschaften machen sie so attraktiv für deutsche Vereine.

Neben Goto dürfen die Fans sich auch auf die Leistungen von Yuito Suzuki und Rihito Yamamoto freuen, die bereits im Sommer den Weg an die Dreisam fanden. Die Integration dieser jungen Spieler könnte der Schlüssel zum Erfolg des SC Freiburg in der kommenden Bundesliga-Saison sein.

Doch es gibt auch einen Kehrseite der Medaille. Die Verletzung von Koki Machida bei der TSG Hoffenheim zeigt, dass die Bundesliga eine harte Nuss sein kann, selbst für erfahrene Profis. Die Erwartungen an Goto sind hoch, und der Druck, sich schnell zu beweisen, wird groß sein.

Und was ist mit Mio Backhaus, dem neuen Torhüter mit japanischen Wurzeln? Seine Mutter stammt aus Japan, was die japanische Note im Team weiter verstärkt. Eine interessante Entwicklung, die zeigt, dass der SC Freiburg auch in Zukunft auf internationale Talente setzen wird.

Die Verpflichtung von Keisuke Goto ist ein klares Signal: Der SC Freiburg setzt auf die japanische Fußballschmiede und will mit jungen, hungrigen Spielern die Bundesliga erobern. Ob sich diese Strategie auszahlt, wird die neue Saison zeigen.

Die Bilanz der Bundesliga spricht für sich: Mehr als 50 japanische Spieler haben bereits ihre Klasse unter Beweis gestellt. Von Yasuhiko Okudera, dem ersten japanischen Bundesliga-Profi, der mit dem 1. FC Köln das Double gewann, bis zu aktuellen Stars wie Shinji Kagawa und Wataru Endo – japanische Spieler haben die Bundesliga nachhaltig geprägt.

Die Verpflichtung von Goto ist somit eine logische Konsequenz und ein Beweis dafür, dass der SC Freiburg auf eine Erfolgsstrategie setzt. Die Frage ist, ob die japanische Welle im Breisgau auch diesmal erfolgreich sein wird.