Freiburg verpasst bayern-sieg: bittere nachspielzeit-entscheidung!

Der SC Freiburg steht weiterhin vor dem Nichts, wenn es um Siege gegen den FC Bayern geht. Auch am vergangenen Samstag konnte die Mannschaft von Christian Streich nicht den ersehnten Erfolg gegen den Rekordmeister einfahren. Ein 2:3-Debakel, das vor allem durch eine umstrittene Nachspielzeit noch deutlicher wurde.

Höler glänzt, schuster ärgert sich

Lucas Höler, der im Angriff für Igor Matanovic begann, bewies seine Klasse mit einem weiteren Treffer gegen die Bayern – bereits sein fünfter gegen den Münchner Giganten. Doch die Freude währte nicht lange. Julian Schuster, der Co-Trainer der Freiburger, kochte nach dem Spiel regelrecht, insbesondere wegen der Länge der Nachspielzeit. „Mich hat es schon gewundert, dass es überhaupt acht Minuten gab“, äußerte er bei DAZN, sichtlich frustriert. „Und dann waren die acht Minuten rum, du kannst abpfeifen und alles ist in Ordnung – und brauchst es nicht laufen lassen, da gab es keine Gründe dafür.“

Eine historische durststrecke

Eine historische durststrecke

Die Bilanz gegen Bayern liest sich für Freiburg seit Jahren wie ein Albtraum. Seit dem Sieg am 33. Spieltag der Saison 2014/15, einem fast vergessenen Triumph, hat der SC in 45 Bundesliga-Partien gegen die Roten lediglich einen einzigen Erfolg errungen. Für Höler, der seit Januar 2018 im Breisgau spielt, ist ein Sieg gegen den Rekordmeister daher eine reine Fantasie. In 17 Duellen gab es lediglich drei Unentschieden. Ein Pokalsieg vor drei Jahren, ermöglicht durch seinen entscheidenden Elfmeter in der Nachspielzeit, ist ein schwacher Trost.

Die nachspielzeit als zünglein an der waage

Die nachspielzeit als zünglein an der waage

Die Entscheidung fiel in der Nachspielzeit, als Lennart Karl den 3:2-Treffer für Bayern erzielte – nur 30 Sekunden nach Ablauf der angezeigten zusätzlichen Zeit. Ein Zeitpunkt, der die Freiburger Spieler und Verantwortlichen in helle Aufregung versetzte. Matthias Ginter ließ seiner Frustration in den Katakomben freien Lauf, während Kapitän Christian Günter ankündigte, das Gespräch mit dem Schiedsrichter Daniel Siebert suchen zu wollen. Die Regeländerung, die bei einem Tor eine Verlängerung der Nachspielzeit um 30 Sekunden vorsieht, kam für Freiburg offenbar unerwartet.

Stolz trotz niederlage

Stolz trotz niederlage

Trainer Christian Streich konzentrierte sich trotz der Niederlage auf die positive Leistung seiner Mannschaft. „Es war schon sehr gut“, lobte er. „Gerade wenn die Bayern loslegen, steigt der Druck, und es wird sehr anspruchsvoll.“ Noah Atubolu, der mit einigen Glanzparaden überzeugte, konnte die platzierten Schüsse von Tom Bischof jedoch nicht abwehren. Lucas Höler zeigte sich dennoch „unfassbar stolz auf die Mannschaft“ und betonte, dass man „sehr, sehr viel Positives“ aus dem Spiel mitnimmt. Die bevorstehende Aufgabe im Viertelfinale des Europa-Pokals gegen Celta Vigo wird zeigen, ob der SC Freiburg diese positive Energie in einen weiteren Erfolg umwandeln kann.