Freiburg stürmt ins europa-finale! braga demütig, bundesliga verpasst cl-traum!
Ein Fußballabend für die Ewigkeit! Der SC Freiburg hat im Halbfinal-Rückspiel der Europa League den portugiesischen Vertreter Sporting Braga mit 3:1 bezwungen und damit das überraschende Finale in Istanbul am 20. Mai perfekt gemacht. Die Badener drehten das 1:2 aus dem Hinspiel und präsentierten eine Leistung, die selbst gestandene Experten sprachlos machte. Doch die Freude wird getrübt: Ein fünfter Champions-League-Platz für die Bundesliga ist nun unwahrscheinlich.
Die rote karte als wendepunkt
Schon in der sechsten Minute des Spiels schlug das Schicksal für Braga zu. Beste, nach einem Zuckerpass von Matanovic, war blitzschnell durchgebrochen worden, als Dorgeles ihn im Strafraum rücksichtslos zu Fall brachte und die rote Karte sah. Ein früher Vorteil, den Freiburg clever nutzte. Die Überzahl ermöglichte es den Breisgauern, das Spiel zu dominieren und ihre taktische Flexibilität auszuspielen.

Ein tor des willens und zwei magische treffer
Die Führung war mehr als verdient, als Kübler nach 19 Minuten per Kopf den Ball unhaltbar in den Winkel beförderte. Ein Tor, das nicht nur die Zuschauer begeisterte, sondern auch den Willen der Mannschaft unterstrich. Und dann kam Manzambi mit einem Tor der Extraklasse: Aus 22 Metern hämmerte er die Kugel unabweisbar ins Netz – 2:0! Für Braga schien die Partie damit entschieden.
Doch Braga zeigte Moral! Kurz vor der Pause erhöhten die Portugiesen noch einmal den Druck. Gómez verfehlte das Tor knapp, und Lienhart klärte einen Nachschuss von Zalazar. Durchatmen war angesagt.

Küblers doppelpack und bragas vogelwilder angriff
Die zweite Halbzeit gehörte zunächst Freiburg. Grifo, Ginter und Manzambi vergassen jedoch, ihre Chancen eiskalt zu nutzen. Doch dann war es wieder Kübler, der mit seinem zweiten Treffer des Abends für die endgültige Entscheidung sorgte (72.). Ein Leistungsschaukel, wie sie im Fußball selten zu sehen ist!
Braga gab nicht auf und verkürzte durch Pau Victor per Kopf auf 1:3 (79.). Plötzlich wackelte Freiburg, Braga drängte, doch Atubolu hielt gegen Gorby stand. Als der Schlusspfiff ertönte, brach der Jubelsturm über Freiburg herein.
Bittere pille für die bundesliga
Das sportliche Märchen wird jedoch von einer bitteren Pille für die Bundesliga überschattet. Gleichzeitig sicherte sich Rayo Vallecano in der Conference League gegen Straßburg einen knappen 1:0-Sieg. Dadurch verpasst es Deutschland, Spanien im UEFA-Ranking zu überholen, was den Traum von einem fünften Champions-League-Startplatz zunichte macht.
Aber: Sollte Freiburg die Europa League gewinnen, würden die Breisgauer als fünftes deutsches Team in der Königsklasse vertreten sein - ein Hoffnungsschimmer am Ende einer turbulenten Saison. Die Leistung gegen Braga war schlichtweg KönigsKlasse!
