Freiburg schreibt geschichte: europa-league-halbfinale in sicht!
Der SC Freiburg steht vor dem größten Erfolg in seiner Vereinsgeschichte: Das Viertelfinal-Ticket in der Europa League ist gelöst, und die Ambitionen sind geweckt. Nach dem bitteren 2:3 gegen Bayern München zeigt das Team von Julian Schuster vor dem Duell gegen Celta Vigo eine beeindruckende Entschlossenheit.
Die bayern-niederlage als sprungbrett
Kaum einer hätte nach dem dramatischen K.-o.-Spiel gegen die Bayern, in dem Freiburg in allerletzter Sekunde den Sieg abtröpfte, mit einer solchen Reaktion gerechnet. Doch die Mannschaft nutzte die Leistung gegen den Rekordmeister als immenses Selbstvertrauen. „Die Leistung der Mannschaft macht es relativ einfach, die Niederlage zu verarbeiten“, erklärte Schuster am Mittwoch. „Es war so viel Gutes dabei, woran wir uns auch morgen orientieren können.“
Angreifer Lucas Höler unterstreicht die Bedeutung des bevorstehenden Spiels: „Das wird für uns ein Highlight-Spiel – und wir haben gezeigt, dass wir zu Hause gegen jeden Gegner bestehen können.“ Die bisherige Bilanz von fünf Siegen in fünf Europa-League-Heimspielen (11:2 Tore) untermauert diese Aussage.

Kontrolle statt offensive – die taktik für vigo
Im Gegensatz zum furiosen 5:1-Erfolg gegen Genk wird Schuster gegen Celta Vigo vor allem auf Kontrolle setzen. „Das Bewusstsein, dass es Hin- und Rückspiel gibt, ist total wichtig. Nach 90 Minuten wird nichts entschieden sein“, mahnt er. Die offensive Gala gegen Genk war insofern legitim, als nur ein klarer Sieg die Chance auf den Aufstieg lebendig hielt. Diesmal gilt es, die knappe Führung aus dem Hinspiel zu verteidigen.
Ein herber Verlust für Schuster ist die Ausfall von Patrick Osterhage. Der Mittelfeldspieler muss sich einer Knieoperation unterziehen und fällt voraussichtlich für den Rest der Saison aus. Ein schwerer Schlag, denn Osterhage verkörperte taktische Disziplin und Kreativität im zentralen Mittelfeld. Seine Abwesenheit wird eine enorme Herausforderung darstellen, insbesondere im Hinblick auf die anstehenden Spiele auf drei Hochzeiten.

Offensive power mit matanovic und grifo
Trotz der Notwendigkeit zur Kontrolle wird Freiburg wohl versuchen, mit einem Vorsprung nach Vigo zu reisen. Die Rückkehr von Igor Matanovic in die Spitze – er verdrängt Höler – und der Einsatz von Vincenzo Grifo auf dem linken Flügel sind hierbei ein klares Zeichen. Grifo, obwohl nicht so dynamisch wie Scherhant, bietet mit seiner Erfahrung und Ballsicherheit eine größere Perspektive auf erfolgreiche Abschlüsse und Vorlagen.
„Ihre große Qualität ist, dass sie sehr flexibel sind und von der Herangehensweise her eben alles können“, lobt Schuster die Spanier. Doch die Motivation und das klare Ziel sind eindeutig: Freiburg will auch gegen Celta Vigo weiterkommen. Der SC Freiburg hat die Chance, Geschichte zu schreiben – und wird alles dafür tun, diese Möglichkeit zu nutzen.
