Freiburg feiert, aber die saison geht weiter: kann schuster die wende bringen?

Der SC freiburg gleitet zwar noch im Hochgefühl des jüngsten Erfolgs, doch die Liga schläft nicht – und die internationalen Ambitionen sind keineswegs bereits in trockenen Tüchern. Julian Schuster, der Coach, kann sich vorerst insgeheim freuen, denn die jüngste Pleite des VfB Stuttgart ließ die Freiburger zumindest kurzzeitig auf den siebten Platz klettern.

Eggestein: ein müder sieg, aber ein wichtiger

Maximilian Eggestein sprach nach dem knappen 2:1-Sieg gegen Heidenheim bei DAZN von einem „sehr wichtigen Sieg“, der die Mannschaft einen Platz in der Tabelle nach oben katapultiert habe. Doch der Jubel war getrübt: „Wir wissen, dass es nicht unser bestes Spiel war, aber das war heute nicht so wichtig“, räumte er ein, und führte die erschlaffte Leistung auf die Anstrengungen des Donnerstags in Vigo zurück. Die Reise und das Spiel gegen Viktoria Guimarães zehren an den Kräften, das war unübersehbar. Eine gewisse Müdigkeit lag in der Luft, die sich auf das Spielgeschehen auswirkte.

Die Comeback-Qualitäten des Teams lobte Eggestein dennoch, obwohl die Freiburger vor allem nach Wiederanpfiff ein phlegmatisches Bild abgaben und Heidenheim so ins Spiel zurückholten. „In der Phase nach der Halbzeit haben wir ein bisschen träge gewirkt“, kommentierte Schuster.

Schuster: glück muss man haben

Schuster: glück muss man haben

Trainer Julian Schuster zeigte sich erleichtert über die drei Punkte, die angesichts des Spielverlaufs alles andere als selbstverständlich waren. „Dass wir nach dem Ausgleich noch als Sieger vom Platz gehen, ist schon beachtlich“, so Schuster, der die Glücksfaktor betonte. Vincenzo Grifo brachte die Situation auf den Punkt: „Es war ein Fifty-fifty-Spiel. Wir waren die Glücklicheren.“ Dabei schien er auch Mitgefühl für die Gäste aus Heidenheim zu empfinden, denen das Momentum derzeit zuwiderläuft.

Der Sport-Club hingegen befindet sich in einer äußerst positiven Phase. Der Halbfinaleinzug im Pokal sowie in der Europa League unterstreichen die Ambitionen des Teams. „Wir erleben eine sehr gute Phase und versuchen, die nächsten Wochen einfach zu genießen“, sagte Schuster, der seine Mannschaft mit voller Energie in die kommenden Spiele führen will. Doch die nächste Hürde steht bereits vor der Tür: Am Donnerstag (20.45 Uhr) empfängt der SC im Pokal-Halbfinale den VfB Stuttgart – ein Duell, das alles andere als ein Zuckerschlecken verspricht.