Freiburg fegt genk weg und schreibt europa-league-geschichte

Der Europa-League-Traum lebt, und wie! Nach 180 Minuten Krimi verwandelte der SC Freiburg die Runde der letzten 16 in eine einzige Demonstration der Macht und besiegelte mit einem 5:1 gegen KRC Genk den ersten Viertelfinal-Einzug der Vereinsgeschichte. Die Breisgauer kassierten früher Druck, schüttelten die 0:1-Hinspielpleite ab und lieferten sich im heimischen Europa-Park-Stadion ein Offensiv-Feuerwerk ab, das selbst erfahrene Europacup-Hasen ins Staunen versetzt.

Matthias ginter zündet den turbo, vincenzo grifo schreibt geschichte

Der Startschuss fiel nach 19 Minuten. Matthias Ginter nutzte eine Grifo-Flanke, stieg höher als jeder Belgier und köpfte zur Führung ein. Sechs Minuten später war es wieder der deutsche Nationalspieler, der einen abgefälschten Schuss von Yuito Suzuki per Kopf querlegte – Igor Matanovic schob locker ein. Die Führung schien sicher, doch Matte Smets nutzte eine Unachtsamkeit kurz vor der Pause und verkürzte. Die Gäste rochen Morgenluft, doch der SCF ließ nicht lange bitten.

Nach dem Seitenwechsel schaltete Freiburg den nächsten Gang. Vincenzo Grifo schnappte sich einen ungenauen Rückpass, umkurverte Keeper Tobias Lawal und vollendete zur 3:1-Führung. Mit seinem 106. Pflichtspieltor für den Sportclub überholte er Nils Petersen und ist nun alleiniger Rekordtorschütze – eine Zahl, die in Freiburg für immer stehen wird. Nur vier Minuten später schlug Yuito Suzuki erneut zu, ehe Maximilian Eggestein nach 79 Minuten den Deckel draufmachte und die 5:1-Kanone losschoss.

Julian schuster liefert den masterplan – april wartet

Julian schuster liefert den masterplan – april wartet

Trainer Julian Schuster hatte vor dem Spiel angekündigt, „die Überzeugung, den Rückstand aufzuholen“ sei vorhanden – sein Team übertraf diese Ankündigung bei weitem. Besonders die Rückkehr von Eggestein nach abgesessener Rotsperre gab dem Mittelfeld die nötige Robustheit. In der Rückrunde zogen die Breisgauer das Tempo an, pressten früher und erzwangen Fehler, die gnadenlos bestraft wurden. Die Fans feierten jeden Pass, jeden Zweikampf, jeden Treffer – und am Ende gab es Standing Ovations, die in die Nacht hineinrissen.

Für Freiburg bedeutet der Erfolg nicht nur eine historische Premiere, sondern auch eine dicke Prämie von rund 1,5 Millionen Euro plus Zuschauereinnahmen. Die Auslosung der Viertelfinals steht kurz bevor, und der SC kann sich auf mindestens zwei weitere Heimspiele im April freuen. Die Europa-League-Reise ist längst zum Herzstück der Saison avanciert – und wer weiß, vielleicht wartet ja ganz bald ein Halbfinale. Die Breisgauer sind bereit, der Rest Europas wurde gewarnt.