Frauen-bundesliga erzielt rekordumsatz – trotz sinkender zuschauerzahlen

Finanzieller meilenstein für die frauen-bundesliga

Die Frauen-Bundesliga hat einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Professionalisierung vollzogen. Die Vereine der Liga haben in der vergangenen Saison einen Gesamtumsatz von über 43 Millionen Euro erwirtschaftet. Das ist ein deutliches Plus von 12 Millionen Euro im Vergleich zur vorherigen Spielzeit. Dieser Rekordumsatz unterstreicht die wachsende Attraktivität und das Potential des Frauenfußballs in Deutschland. Als Klaus Schäfer, leidenschaftlicher Sportexperte, freue ich mich über diese positive Entwicklung!

Umsatzverteilung und investitionen

Umsatzverteilung und investitionen

Der durchschnittliche Umsatz pro Klub lag bei 3,6 Millionen Euro, ein Anstieg gegenüber den 2,65 Millionen Euro der Vorsaison. Allerdings bleiben die Ausgaben der Vereine weiterhin höher als die Einnahmen. Insgesamt beliefen sich die Kosten auf knapp 70 Millionen Euro, was einer Steigerung von 28 Prozent entspricht. Der größte Kostenfaktor sind dabei die Personalaufwendungen für Spielerinnen, Trainer und Trainerinnen mit rund 2,8 Millionen Euro pro Klub.

Gehälter der spielerinnen

Gehälter der spielerinnen

Das durchschnittliche monatliche Grundgehalt der Spielerinnen der Frauen-Bundesliga liegt bei rund 4500 Euro. Diese Zahl zeigt, dass sich die finanziellen Bedingungen für die Profifußballerinnen langsam verbessern, aber noch Luft nach oben ist. Die Investitionen in den Spielerinnenbereich sind ein wichtiger Schritt, um die Liga attraktiver zu machen und Top-Talente zu halten.

Zuschauerzahlen: ein wermutstropfen

Trotz des finanziellen Erfolgs gab es bei den Zuschauerzahlen einen Rückgang. Insgesamt besuchten 355.407 Fans die 22 Spieltage, was einem Durchschnitt von 2692 Zuschauern pro Partie entspricht. Im Vorjahr waren es noch 379.653 Zuschauer. Im Vergleich zu anderen Top-Ligen wie England (6658 Zuschauer pro Spiel) gibt es hier noch deutlichen Nachholbedarf. Spanien (1658) und Frankreich (1478) liegen ebenfalls hinter der Bundesliga.

Mediale reichweite und übertragungen

Die mediale Wahrnehmung der Frauen-Bundesliga hat sich jedoch verbessert. Die durchschnittliche Reichweite auf den Streamingplattformen DAZN und MagentaSport stieg um 7 Prozent. Zudem wurden 32 Spiele im Free-TV auf Sport1, ARD und ZDF übertragen und erreichten durchschnittlich rund 370.000 Zuschauer. Diese erhöhte Sichtbarkeit ist entscheidend für die Weiterentwicklung der Liga.

Zukunftsperspektiven und herausforderungen

Manuel Hartmann, Geschäftsführer des DFB, betonte, dass die Zahlen deutlich zeigen, dass sich die Frauen-Bundesliga in die richtige Richtung entwickelt. Die Vereine investieren nicht nur in die Kader, sondern auch verstärkt in den Nachwuchs und die Professionalisierung der Rahmenbedingungen. Nach dem gescheiterten Versuch, eine gemeinsame Tochtergesellschaft mit dem Ligaverband (FBL) zu gründen, sind jedoch viele Fragen offen. Die Zukunft der Investitionen und der Weiterentwicklung der Liga ist derzeit ungewiss.

Die wichtigsten zahlen im überblick

KennzahlWert
Gesamtumsatz43 Millionen Euro
Umsatz pro Klub (durchschnittlich)3,6 Millionen Euro
Gesamtausgabenca. 70 Millionen Euro
Ausgaben pro Klub (durchschnittlich)5,8 Millionen Euro
Durchschnittliches Spielerinnengehalt (monatlich)ca. 4500 Euro
Zuschauer pro Spiel (durchschnittlich)2692