Franziska preuß kämpft mit enttäuschung nach staffel-patzer – blick auf den massenstart

Enttäuschung nach verpasster medaille

Die Biathletin Franziska Preuß hat lange gebraucht, um die Enttäuschung nach dem verpatzten Staffelrennen bei den Olympischen Winterspielen in Antholz zu verarbeiten. Erst mehr als einen Tag nach dem Rennen äußerte sie sich öffentlich und gab Einblick in ihre Pläne für das letzte Olympia-Rennen.

Fokus auf den massenstart

Fokus auf den massenstart

Preuß richtet ihren Blick nun auf den bevorstehenden Massenstart. Sie möchte versuchen, wieder Freude am Biathlon zu empfinden. "Ich versuche alles, damit ich am Samstag wieder mit einem Lächeln am Start stehe und einfach die Freude am Biathlon wieder spüre", sagte die 31-Jährige. Der Weg zum letzten großen Auftritt vor dem Karriereende soll ihr helfen, "den Kopf freizubekommen".

Schwere verarbeitung des staffelrennens

Schwere verarbeitung des staffelrennens

Das Staffelrennen am Mittwoch war für Preuß und das gesamte deutsche Team ein herber Rückschlag. In Führung liegend schoss sie eine Strafrunde, was dem Team wahrscheinlich eine Medaille kostete. Ähnliche Nervositäts-Probleme hatte sie bereits im Einzel und der Verfolgung gezeigt. Nach dem Rennen verließ sie wortlos die Arena, sichtlich enttäuscht und mit Tränen in den Augen.

Entschuldigung an das team

"Gestern war natürlich kein schöner Tag. Gerade bei einer Staffel ist das immer besonders hart. Mir tut es wahnsinnig leid für die anderen drei Mädels und auch für das ganze Team", erklärte Preuß in einer Stellungnahme des Deutschen Skiverbands. Die Stimmung war entsprechend gedrückt, und sie benötige Zeit, um die Situation zu verdauen.

Mentale blockade auf der matte

Preuß beschrieb, wie sie sich fühlt, wenn sie auf der Schießmatte steht: "Es ist oft wie ein Blackout." Sie kämpft den ganzen Winter mit solchen Situationen. "Man probiert jedes Mal wieder etwas Neues, baut sich wieder auf, und trotzdem ist es dann oft wie ein Blackout, sobald ich auf der Matte stehe. Das ist natürlich nicht schön und tut weh."

Karriereende rückt näher

Die Olympischen Spiele in Antholz sollten für Preuß das Highlight ihrer Karriere werden und die Chance auf eine Einzelmedaille bieten. Bisher ist dies noch nicht gelungen. Zuvor hatte sie mit der Mixed-Staffel Bronze gewonnen, den bisher einzigen Erfolg des deutschen Biathlon-Teams. Die Mannschaft steht vor dem schlechtesten olympischen Abschneiden ihrer Geschichte.

Historischer vergleich deutscher medaillen

Seit 1992, als Männer und Frauen gemeinsam bei Olympia antraten, hatte Deutschland immer mindestens zwei Medaillen gewonnen. Die aktuelle Situation ist also besorgniserregend. Die Hoffnung ruht nun auf dem Massenstart, in dem Franziska Preuß noch einmal alles geben will.

Olympia-überblick

DisziplinDeutsche Medaillen
Mixed-Staffel1 Bronze
Einzel/Verfolgung/MassenstartBisher keine