Franziska preuß beendet karriere: mehr als nur eine medaille
- Abschied einer kämpferin: franziska preuß verabschiedet sich vom biathlon
- Ein traum blieb unerfüllt, ein vermächtnis bleibt
- Keine überfliegerin, sondern eine kämpferin
- Die botschaft der niemals aufgebenden kämpferin
- Eine stütze für den deutschen nachwuchs
- Nicht so glänzende spuren wie die ganz großen
- Wahre größe auch außerhalb der loipe
- Freundschaft statt harter konkurrenz
- Mehr wert als jede medaille
Abschied einer kämpferin: franziska preuß verabschiedet sich vom biathlon
Franziska Preuß hat ihre beeindruckende Biathlon-Karriere beendet. Mit Platz 28 beim letzten Rennen in Antholz blieb der perfekte sportliche Abschluss zwar aus, doch dieser kleine Makel trübt nicht das Gesamtbild. Der Abschied wurde von einem riesigen Applaus begleitet, der ihre Leistungen und ihre Persönlichkeit würdigte.

Ein traum blieb unerfüllt, ein vermächtnis bleibt
Natürlich hätte eine Olympia-Einzelmedaille neben der Kristallkugel für den Gesamtweltcupsieg und dem WM-Verfolgungs-Gold gutgetan. Doch diese kleine Lücke in ihrer ansonsten erfolgreichen Karriere macht Preuß nur menschlich. Gerade das hat sie für viele Fans so nahbar gemacht.
Keine überfliegerin, sondern eine kämpferin
Im Gegensatz zu Stars wie Johannes Thingnes Bö oder Magdalena Neuner war Preuß keine Athletin, die von Anfang an zu Höchstleistungen auflief. Ihre Karriere war geprägt von Höhen und Tiefen, besonders durch gesundheitliche Rückschläge, die oft zu ungünstigen Zeitpunkten auftraten. Sie wurde oft ausgebremst, gab aber nie auf.
Die botschaft der niemals aufgebenden kämpferin
Der Gesamtweltcupsieg im vergangenen Winter war mehr als ein sportlicher Triumph. Es war eine Botschaft an alle: Niemals aufgeben, egal wie oft man zurückgeworfen wird. Dieses Vermächtnis hinterlässt Preuß im Sport. Sie hat bewiesen, dass man aus Rückschlägen Stärke ziehen kann.
Eine stütze für den deutschen nachwuchs
Nach dem Rücktritt von Denise Herrmann-Wick wurde Preuß zu einer Art Schutzschild für den deutschen Nachwuchs, wie Selina Grotian und Julia Tannheimer. Sie zog oft die Aufmerksamkeit auf sich, was den jüngeren Athletinnen zugutekam.
Nicht so glänzende spuren wie die ganz großen
Sportlich gesehen hat Preuß vielleicht nicht so riesige Spuren hinterlassen wie Bö, Fourcade, Neuner oder Dahlmeier. Häufige gesundheitliche Probleme erschwerten es ihr, bei Großereignissen ihre Bestleistungen abzurufen. Dennoch war ihr Karriereende auf gewisse Weise passend, da sie auch auf dem Weg zu den Olympischen Spielen mit Rückschlägen zu kämpfen hatte.
Wahre größe auch außerhalb der loipe
Doch die wahre Größe von Franziska Preuß zeigt sich nicht nur in ihren sportlichen Leistungen. Sie ist stets bescheiden, aufrichtig und sich selbst treu geblieben. Ihre Kolleginnen schätzen besonders ihre Persönlichkeit.
Freundschaft statt harter konkurrenz
Ein Beispiel dafür ist ihre Freundschaft zu Lou Jeanmonnot. Trotz des harten Zweikampfs im letzten Jahr, der mit einem Sturz der Französin endete, suchte Preuß nach dem Rennen sofort nach Jeanmonnot, um sie zu trösten und sich zu entschuldigen – obwohl sie keine Schuld traf. Das zeigt ihren Charakter.
Mehr wert als jede medaille
Dieser Moment verdeutlichte mehr als jede Medaille, was Franziska Preuß ausmacht. Es ist mehr wert als alle Erfolge, die sie errungen hat – oder eben verpasst hat. Sie hinterlässt ein Bild von Menschlichkeit und Fairness, das im Sport oft zu kurz kommt.
