Frankreich-team im zwist: werbevertrag droht wm-vorbereitung zu trüben
Ein neuer Konflikt zwischen dem französischen Fußballverband (FFF) und einigen Nationalspielern droht, die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft zu überschatten. Im Zentrum der Auseinandersetzung steht ein lukrativer Werbevertrag mit dem Online-Wettanbieter Betclic, der zu Unmut in der Mannschaft geführt hat.

Mbappé führt den widerstand an
Die Kontroverse eskalierte, als Betclic vor dem Freundschaftsspiel gegen die Elfenbeinküste einen Werbespot mit fünf französischen Nationalspielern veröffentlichte: Malo Cherki, Kylian Mbappé, Ebere Olise, Ousmane Dembélé und Armand Doué. Berichten zufolge waren die Spieler über den Zweck des Fotoshootings im Unklaren und zeigten offen Unmut, insbesondere Cherki und Mbappé.
Die Situation ist brisant, da der Werbevertrag möglicherweise nicht den Vereinbarungen entspricht, die zwischen den Anwälten der Spieler und der FFF im Jahr 2023 getroffen wurden. Diese Vereinbarungen sollten sicherstellen, dass die Bildrechte der Spieler geschützt und ihre Werte nicht durch fragwürdige Partnerschaften kompromittiert werden. Mbappé hatte bereits in der Vergangenheit seine Bedenken hinsichtlich von Werbeverträgen geäußert, die seiner Meinung nach im Widerspruch zu den Werten der Spieler stehen.
“Wir waren in einigen Fällen nicht einverstanden, insbesondere bei Partnerschaften mit Marken, die sich auf die Gesundheit und Glücksspiel beziehen”, erklärte Mbappé in einem Interview mit Canal Plus. “Viele von uns kommen aus Stadtteilen, in denen diese Dinge viel Leid verursacht haben. Ich kenne selbst Menschen, die darunter gelitten haben.” Seine Anwältin, Delphine Verheyden, betonte, dass es ein hohes Risiko bestehe, das Image der Fußballspieler zu verzerren, da ihre Bekanntheit und ihr Ansehen auf bestimmten Werten basieren.
Die FFF hat zwar formal die vereinbarten Mindestvorgaben für die Anzahl der Spieler in Werbespots eingehalten, aber es war vereinbart, dass die beiden Kapitäne und der FFF-Präsident sich mindestens zweimal pro Saison treffen sollten, um zu prüfen, ob bestimmte Marken nicht mit den Werten der Spieler oder dem Image der Nationalmannschaft vereinbar sind. Die offenen Punkte bezüglich der Prämien für die WM und der Tickets für die Familien der Spieler verstärken die angespannte Lage zusätzlich.
Es bleibt abzuwarten, ob die beiden Parteien vor der Reise nach Nordamerika am kommenden Mittwoch eine Einigung erzielen können. Der Schatten des Kontroversen könnte die Vorbereitung der französischen Nationalmannschaft auf die Weltmeisterschaft erheblich beeinträchtigen. Die Spieler haben nun die Karten in der Hand und werden ihre Position deutlich machen, bevor sie sich auf den Weg machen.
