Frankreichs tennis-albtraum geht weiter: keine chance in roland garros!

Paris – Die Ernüchterung ist komplett: Auch dieses Jahr scheitern die französischen Tennisspielerinnen und -spieler bei den French Open kläglich. Nach dem Aus von Diane Parry in der zweiten Runde steht fest: Frankreich ist erstmals seit langer Zeit ohne deutsche Beteiligung in den Einzeln ausgeschieden.

Ein tiefschlag für das französische tennis

Ein tiefschlag für das französische tennis

Die Hoffnungen ruhten auf Diane Parry, die als beste Französin ins Turnier gestartet war. Doch auch sie konnte nicht die Trendwende schaffen. Gegen die überraschende Polin Maja Chwalinska verlor sie glatt mit 6:3 und 6:2. Das Ergebnis ist ein weiterer herber Schlag für den französischen Tennisverband und wirft Fragen nach der Zukunft des französischen Tennissports auf.

Die Zuschauer auf dem Philippe Chatrier Stadion konnten dem Spektakel wenig Trost spenden. Parry, die eigentlich in der Vertrautheit des heimischen Platzes punkten wollte, fand kein Mittel gegen die souverän spielende Chwalinska. Die Weltranglistenplatzierung (89 gegen 114) spiegelt die Kräfteverhältnisse auf dem Platz nur unzureichend wider.

Die bittere Wahrheit: Von den ursprünglich 30 französischen Teilnehmern (21 Herren und neun Damen) ist kein einziger in die nächste Runde aufgekommen. Dies unterstreicht die tiefe Krise, in der sich das französische Tennis befindet. Man muss bis ins Jahr 1983 zurückblicken, als Yannick Noah den letzten französischen Triumph bei den French Open feierte. Im Damenbereich sorgte Mary Pierce im Jahr 2000 für Jubel – eine Ewigkeit her.

Die Frage, die sich nun stellt, ist, wie der französische Tennisverband aus dieser Krise ausbrechen will. Die Analyse der Ursachen und die Entwicklung neuer Talente sind unerlässlich, um den französischen Tennissport wieder auf Erfolgskurs zu bringen. Es bedarf einer grundlegenden Neuausrichtung, um die verloren gegangene Dominanz zurückzugewinnen.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Frankreich, einst eine Tennis-Nation, kämpft nun darum, seinen Platz an der Spitze des Weltsports zu behaupten. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob es dem Verband gelingt, die notwendigen Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen.