Frankfurt skyliners kündigen ledee: streik endet mit knall
Die Frankfurt Skyliners haben Jaedon LeDee rausgeworfen. Der US-Amerikaner streikte fünf Wochen, flog ohne Absprache in die USA und wollte nie wieder ran. Jetzt ziehen die Hessen die Reißleine – und kündigen juristische Schritte an.
Vertrauen ist hin
„Ein irreparabler Vertrauensverlust“, so Geschäftsführer Gunnar Wöbke. Die Skyliners erhalten eine Ablöse, die Höhe halten sie geheim. Klar ist: LeDee darf nicht mehr ins Trainingszentrum. „Wir haben ein Zeichen gesetzt“, sagt Wöbke. „Keiner zwingt unsere Spieler, aber wir lassen uns auch nicht erpressen.“
Der 25-jährige Forward war Ende Februar abgedampft, kehrte Anfang März zurück, weigerte sich aber, das Trikot wieder überzustreifen. Die Liga schaute zu, die Skyliners spielten mit dem Rücken zur Wand. Drei Niederlagen in Folge, ein Playoff-Platz rückt in weite Ferne.

Team atmet auf
Sebastian Gleim, Sport-Geschäftsführer, spricht von „erzwungenem Handeln“. Die Kabine habe nach der Rückkehr des Strikers gezittert. „Jedes Gespräch lief ins Leere. Wir konnten nicht auf Dauer mit einem Phantom planen.“ Jetzt richtet sich der Blick nach vorn – und auf die nächste Verpflichtung. Die Transferfrist läuft noch zehn Tage.
Frankfurt steht auf Rang zwölf, drei Siege fehlen noch zum Schnittplatz. Die Fans reagieren erleichtert. In den sozialen Netzwerken feiert die Community den harten Schnitt. „Lieber ein ehrlicher Neuanfang als ein falscher Star“, lautet das meistgelikte Kommentar.
LeDees Anwalt äußert sich nicht. Die Skyliners sammeln Unterlagen für eine Schadensersatzklage. Der Fall könnte Präzedenzcharakter für künftige Streiks in der BBL haben. Die Saison ist gerettet, das Gesicht der Skyliners auch.
