Frankfurt bombardiert sich zurück in die play-off-spur
Die Skyliners haben Rostock mit 97:74 weggeblitzt – und das, nachdem sie zuvor dreimal in Folge unter die Räder gekommen waren. Vier Minuten war gespielt, da stand es 18:4, die Seawolves schauten wie drei Klassen tiefer. Grund: Frankfurt versenkte neun der ersten 13 Dreier, Ryan Hawkins allein traf sechs davon. Der US-Boy lachte hinterher: „Wenn der Korb so groß wie ein Swimmingpool wirkt, musst du einfach weiterwerfen.“
Keine pause, nur ein kurzer atemzug
Die Gäste kamen zwar auf 48:39 heran, doch jedes Mal wenn Rostock zu glauben schien, der Rückstand sei machbar, antwortete Frankfurt mit dem nächsten Fernschuss. Tyger Campbell, erst vor einer Woche aus Vechta gekommen, spielte sich in 17 Minuten mit zehn Punkten und vier Assists schon fast ein – ein Transfer, der sofort zündet.
Till Pape nahm sich die Zweitplatzierten der Seawolves als Personal ein: 16 Punkte bei 75 Prozent aus dem Feld, dazu zwei Blocks, die die Rostocker Großraumzone lahmlegten. „Wir haben heute nicht diskutiert, wir haben ausgepeitscht“, sagte der Nationalspieler.

Rostock bleibt trotz niederlage in der zone
T.J. Crockett war mit 14 Punkten bester Werfer der Seawolves, doch die 28 Treffer der Hessen aus der Distanz hinterließen tiefe Krater. Dennoch: Bei 12:12 bleibt Rostock Neunter und damit weiter in Reichweite der Play-ins. Frankfurt hingegen schließt bei 11:15 bis auf einen Sieg auf – und hat endlich wieder Selbstvertrauen gespeichert.
Die Skyliners zeigten, warum sie in dieser Saison trotz aller Rückschläge nie abgeschrieben wurden: Wenn ihre Wurfmaschine läuft, kann jeder Gegner nach Hause fahren – ohne Punkte, aber mit einer Lektion im Gepäck.
