Fortuna düsseldorf: vom höhenflug in die drittklassigkeit – ein schock!
Dortmund – Der Absturz ist perfekt: Fortuna Düsseldorf ist nach 17 Jahren wieder Drittligist. Was einst als Aufstiegskandidat begann, endete in einem Fiasko, das die Fans und Verantwortlichen gleichermaßen sprachlos zurücklässt. Die Euphorie vom Mai 2024, als die Fortuna noch mit einem Bein in der Bundesliga stand, wirkt wie ein ferner Traum.
Ein kader, der nicht zusammenpasste
Nach dem verpassten Aufstieg schien sich Düsseldorf auf die nächste Saison vorzubereiten. Sport-Vorstand Klaus Allofs und Sportdirektor Christian Weber setzten auf eine „All-In“-Strategie, doch die Verpflichtungen von Spielern wie Christos Tzolis, Yannik Engelhardt und Isak Johannesson erwiesen sich als Fehlentscheidungen. Der Kader harmonierte nie, und die Konstanz blieb Mangelware. Die Rot-Weißen pendelten zwar zwischen Aufstiegsplätzen und dem unteren Mittelfeld, zeigten aber nie die nötige Durchschlagskraft.
Vorstandsvorsitzender Alexander Jobst sprach zwar von einer „guten Saison“, doch die Realität sah anders aus. Die Hoffnung auf Kontinuität und Vertrauen in die Zusammenarbeit zerbrach im Laufe der Saison. Die desaströse Leistung in Fürth, die den direkten Abstieg besiegelte, war der Schlusspunkt einer verkrampften und chaotischen Spielzeit.

Trainerwechsel und verfehlte ziele
Nach dem verpassten Aufstieg 2024/25 wurde Trainer Daniel Thioune im Oktober durch Markus Anfang ersetzt. Doch auch unter Anfang blieb die Fortuna weit hinter den Erwartungen zurück. Im Dezember mussten Allofs und Weber gehen, was die Verwirrung im Verein noch verstärkte. Sven Mislintat übernahm den Sportvorstand, doch auch seine Winter-Transfers konnten nicht den gewünschten Effekt erzielen. Marin Ljubicic, der als „Soforthilfe“ gehandelt wurde, blieb torlos.
Der finale Trainerwechsel zu Alexander Ende im April kam zu spät. Die wenigen verbleibenden Spiele brachten keine Wende, und die Fortuna stürzte unaufhaltsam in die Drittklassigkeit. Die wenigen Leistungsträger, wie Torwart Florian Kastenmeier und Torschütze Cedric Itten, werden kaum zu halten sein. Die finanziellen Folgen des Abstiegs sind gravierend: Die Fernsehgelder werden sinken, und der Verein muss voraussichtlich einen Großteil seines Kaders verkaufen, um wirtschaftlich zu überleben.
Keeper Kastenmeier fasste die Lage nach dem Abstieg in Fürth treffend zusammen: „Wir haben es komplett verschissen, wir sind dafür verantwortlich.“ Ein Satz, der die Demütigung und die tiefe Enttäuschung der Fortuna-Fans perfekt widerspiegelt. Die Zukunft des Traditionsvereins ist ungewiss, doch eines ist klar: Der Weg zurück in Richtung Bundesliga wird lang und steinig.
